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Thioune stellt klar: „Ich tue mich schwer, jetzt nur von einem Torwartfehler zu sprechen“

Daniel Thioune hat vor dem Bundesliga-Duell mit Hoffenheim klargestellt, dass das Positive beim DFB-Pokal-Aus in Dortmund eindeutig überwiegt. Apropos Übergewicht: Das Ordnungsamt hat den zuletzt gesperrten Block 53 im Weserstadion wieder freigegeben.

Ordnungsamt gibt den gefährdeten Block 53 wieder frei

Für das Heimspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) erwartet Werder Bremen eine „stimmgewaltige Atmosphäre“. Warum? Weil das Weserstadion erstmals wieder vollends besetzt werden und auf einige hundert zuletzt gesperrte Sitzplätze zurückgreifen darf.

Das hiesige Ordnungsamt nämlich gibt den zuletzt thematisierten Block 53, der nach einem Teileinsturz im Juli ohne verletzte Personen vollständig wiederhergestellt worden ist, wieder frei. Detailliert schreibt der SVW dazu in einer offiziellen Mitteilung: „Die Wiederherstellung erfolgte in drei aufeinander abgestimmten Bauabschnitten. Zunächst wurden die beschädigten, schweren Betonfertigteile kontrolliert zurückgebaut. Im zweiten Schritt wurde eine neue Stahlkonstruktion errichtet, die die Fertigteile trägt und stützt. Im Zuge der Nachhaltigkeitsbemühungen wurden dabei die noch nutzbaren alten Fertigteile saniert und wieder eingesetzt. Abschließend erfolgte die Montage der Sitzplätze und der Ausbau der darunter liegenden Loge.“

Njinmah ist zurück – Mbangula auf dem Schirm

Ins Team montieren kann Cheftrainer Daniel Thioune ab sofort auch wieder Flügelstürmer Justin Njinmah, der aufgrund einer Oberschenkelverletzung Monate fehlte und zuvor erst zwei Pflichtspiele absolviert hatte.

Nun aber bietet der pfeilschnelle Offensivmann dem gut gestarteten Team wieder eine zusätzliche, wichtige Option laut des Trainers: „Wie wissen aktuell noch nicht genau, wo er körperlich steht. Er ist aber voll belastbar und wird sicherlich in einer Phase in der zweiten Hälfte ins Spiel kommen. Er kann grundsätzlich eine halbe Stunde spielen, vielleicht sogar mehr. Lob an dieser Stelle auch mal an die medizinische Abteilung, dass wir ihn wieder zur Verfügung haben.“

Eventuell haben die Werderaner im nächsten Sommer auch wieder Leihspieler Samuel Mbangula zur Verfügung. Der 22-jährige Angreifer in derzeitigen Diensten des FC Bologna hat beim 4:2-Comeback-Sieg bei der AC Mailand einen Dreierpack geschnürt und damit Positivschlagzeilen geschrieben.

„Ich habe ihm auch eine Nachricht geschickt und ihm persönlich gratuliert.“ (Daniel Thioune über Werder-Leihspieler und Dreierpacker Samuel Mbangula)

Diese kamen offensichtlich auch an der Weser bei Trainer Thioune an. „Ich bin davon nicht überrascht, um damit mal anzufangen“, holte der SVW-Coach diesbezüglich aus. „Sein Potenzial ist uns immer bekannt gewesen. Das Potenzial abzurufen – von Sam selber oder von uns -, das war dann immer etwas anspruchsvoller. Die Überzeugung ist aber immer noch da, dass er ein richtig guter Fußballer ist. Wir haben im ersten Jahr ja auch diese Problematik gehabt, dass er kulturell nicht so angekommen ist und ihm die Familie gefehlt hat.“

Alles in allem möchte Thioune ein Comeback bei den Grün-Weißen nicht ausschließen: „Sie können sich sicher sein, dass ich mich darüber freue – ich habe ihm auch eine Nachricht geschickt und ihm persönlich gratuliert. Wir sind ja auch nicht im Unfrieden auseinandergegangen. Er ist ein Spieler von Werder Bremen. Und wenn er in Top-Form zurückkommt, dann ist das ja nur wünschenswert, dass er im Sommer allen hier zeigt, wie gut er ist.“

Spätes Sabitzer-Tor: „Wo fangen wir da an?“

Bremen möchte derweil nach dem bitteren späten Gegentor beim Ausscheiden in Dortmund nach Freistoßtor von Marcel Sabitzer (2:3 nach 0:2-Aufholjagd) direkt wieder ein Erfolgserlebnis feiern. „Es war natürlich ein Schock, gerade weil wir uns verdient zurückgearbeitet haben“, blickte Trainer Thioune nochmals auf den späten Nackenschlag zurück, spann daraus aber direkt etwas Positives: „Ich nehme das nicht als Signal oder Warnung, dass das jetzt ein Zeichen ist, dass die nächsten Wochen wieder so laufen können.“ Sein Team sei fähig, in allen Phasen konzentriert zu verteidigen sowie offensiv zuzustechen. „Das haben wir nachgewiesen.“ Man habe vielmehr mit weiterer Kritik aus der jüngeren Vergangenheit „aufgeräumt. Wir haben einen Riesenschritt nach vorn gemacht – von wenig Ballbesitz vor 14 Tagen waren wir nun bei fast 45 Prozent und bei 12:12 Torschüssen.“

Seinem zumindest beim späten Freistoßgegentor unglücklich aussehenden Keeper Karl Hein (kicker-Note 4,5) wollte Thioune abschließend keinen Strick drehen: „Wo fangen wir da an? Den Schuh kann sich jeder anziehen jetzt. Das Foul vor dem Freistoß, die Positionierung der Mauer, das Verhalten der Mauer und die Positionierung von Karl … Wir nehmen das Ding als Mannschaft, können es eh nicht mehr ändern. Ich tue mich aber schwer, jetzt nur von einem Torwartfehler zu sprechen. Gerade wenn ich einen Torhüter habe, der über Wochen sensationelle Leistungen gezeigt hat.“

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