Jedes Heimspiel des Hamburger SV war in der vergangenen Saison ausverkauft, auch in der vorangegangenen Zweitliga-Saison gab es nur in Ausnahmefällen Karten im freien Verkauf – jetzt darf der Verein die Kapazität im Volksparkstadion von 57.000 auf 60.000 Plätze erhöhen.
HSV erweitert ab Oktober die Stadionkapazität
Am Dienstag vermeldete der HSV, dass der Startschuss für die schon länger geplante Erweiterung der Kapazitäten gefallen ist. Anfang September wurde offiziell die Genehmigung erteilt, in den kommenden Wochen sollen nun entsprechend die Firmen beauftragt und die ersten Bauarbeiten vorbereitet werden. Beginnen sollen diese bereits im Oktober.
Ziel ist, dass die Kapazität auf über 60.000 Plätze steigt und das Volksparkstadion damit dann zu den fünf größten Arenen des Landes in der 1. und 2. Liga gehört. Alle Baumaßnahmen sollen während des Spielbetriebs stattfinden und das Stadionerlebnis währenddessen nicht einschränken. Der Plan sieht vor, dass schon möglichst zeitnah erste neu geschaffene Sitzplätze verfügbar sind.
Finanziert wird der Umbau durch den „Supporters Trust“
Aber wie genau funktioniert das Schaffen neuer Plätze? Die Blöcke sollen entlang der Stufengänge in allen Rängen schrittweise um weitere Sitzplätze erweitert werden. Dazu ist vorgesehen, hinter dem B-Rang weitere Kapazitäten durch die Ergänzung von Sitzen zu schaffen. Außerdem soll der A-Rang um weitere Plätze in Richtung des Spielfeldes erweitert werden.
Wie lange die Arbeiten exakt andauern und wann die angestrebte Kapazität erreicht ist, steht noch nicht endgültig fest, der Startschuss bereits im kommenden Monat aber gibt in gewisser Weise das Tempo vor, und klar ist außerdem: Im Zuge der Kapazitätserweiterung werden auch zusätzliche sanitäre Anlagen errichtet.
Finanziert wird die Kapazitätserweiterung durch den „Supporters Trust“. Der wurde am 29. Juli dieses Jahres vom Hamburger Amtsgericht offiziell in das Genossenschaftsregister eingetragen und bietet HSV-Mitgliedern und Fans die Möglichkeit, für 887 Euro Anteile an der Genossenschaft zu erwerben. Ziel war es von vornherein, durch den „Supporters Trust“ nicht etwa Spielertransfers zu ermöglichen, sondern die Infrastruktur zu verbessern.
Schon Ende August waren Genossenschafts-Anteile im Wert von sechs Millionen Euro verkauft worden. Die bereitgestellten Mittel ermöglichen nun die Finanzierung der Kapazitätserweiterung des Volksparkstadions.

