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St. Paulis Rückkehrer ermöglichen das Überholmanöver

Wochenlang ist der FC St. Pauli personell auf dem Zahnfleisch gekrochen, am Sonntag führten zwei Rückkehrer den Vorjahres-Aufsteiger mit ihren Treffern zum Überholmanöver und 2:1-Sieg gegen Werder Bremen.

Wahl und Fujita treffen gegen Werder

Mit Abwehr-Chef Hauke Wahl, Mittelfeldstratege Eric Smith und Antreiber Joel Chima Fujita hatte Alexander Blessin zuletzt eine zentrale Achse gefehlt. Nachdem er Fujita schon beim 0:4 in Leverkusen zumindest wieder als Joker einsetzen konnte, brachte er gegen den befreundeten Nord-Nachbarn das komplette Trio von Anfang an – und nahm den Bremern damit ganz gehörig den Spaß.

Wahl hatte nicht nur als zentraler Mann der Dreierkette überzeugt, sondern, wenn auch unter gütiger Mithilfe von Werder-Keeper Mio Backhaus, per Kopf das 1:0 erzielt. Nachdem mit Nikola Vasilj dann auch St. Paulis Schlussmann gepatzt und den Bremer Ausgleich ermöglicht hatte, schlug die Stunde von Fujita. Seit der Winterpause agiert der 24-jährige Japaner in einer offensiveren Rolle, am Sonntag hat er erstmals getroffen – und danach seiner Freude freien Lauf gelassen.

Die verbesserte Personalsituation als Schlüssel

Losgelöst tanzte Fujita nach dem Abpfiff im Kreise seiner Kollegen vor den St. Pauli-Fans und verriet: „Ich mag es, meine Gefühle mit unseren Anhängern zu teilen.“ Es waren Glücksgefühle, auf die im ersten Durchgang nur wenig hingedeutet hatte. St. Pauli hatte verkrampft und wenig durchschlagskräftig begonnen, eigentlich zu keiner Phase der ersten Hälfte ins Spiel gefunden – ehe dann nach dem Seitenwechsel die Rückkehrer zuschlugen.

„Wir hatten seit der Winterpause viele Ausfälle“, sagte Matchwinner Fujita, „jetzt haben wir einige Rückkehrer.“ Er ist sicher: „Wir können nun alle gemeinsam um unser großes Ziel kämpfen.“ Tatsächlich ist seit vergangener Woche neben der zentralen Achse mit Mathias Pereira Lage auch eine Alternative für den Angriff zurückgekehrt, dazu sind mittlerweile auch Verteidiger David Nemeth und Allrounder Connor Metcalfe zumindest wieder im Training und damit zeitnah verfügbar.

Schon gegen Werder hatte die verbesserte personelle Situation dazu geführt, dass Blessin mit James Sands einen Eckpfeiler der letzten Wochen als Defensiv-Joker auf der Bank lassen konnte. Der Coach hatte abermals auf die Energie von Jackson Irvine gesetzt, der wegen seiner Fußprobleme zwar noch immer nicht wieder im Vollbesitz seiner Kräfte ist, seine Kraftreserven aber voll ausschöpft – und Fujitas Premierentor mit einem öffnenden Pass auf Manolis Saliakas eingeleitet hat.

Es passt zum Kapitän und seiner Haltung, dass er nach dem Überholmanöver lieber über Torschütze und Vortänzer Fujita sprach als über die eigene Leistung. „Es war ein großer Moment für Joel, sein erstes Tor zu erzielen. Und für uns alle war es heute der beste Moment, dies zu tun.“ Gleichzeitig weiß er auch: „Wir haben noch viel zu tun.“

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