Der VfB Stuttgart hat das knifflige Auswärtsspiel in Paderborn gewonnen. Dennis Seimen dürfte diese Partie noch lange in Erinnerung bleiben, bei ihm flossen sogar Tränen.
VfB-Torhüter feiert BL-Debüt beim Ex-Klub
Dennis Seimen kehrte am Samstag nach einer Sehnenverletzung im Oberschenkel zurück und wurde von Stuttgarts Trainer Sebastian Hoeneß ungeachtet der starken Leistungen von Vertreter Fabian Bredlow prompt zur Nummer 1 gemacht. Der 20-Jährige war im Sommer von seiner Leihe vom SC Paderborn zurückgekehrt und zum Nachfolger von Alexander Nübel ernannt worden.
Ausgerechnet in Paderborn stand Seimen also erstmals in der höchsten deutschen Spielklasse im Tor. „Für den Verein, bei dem ich jahrelang die Jugend durchgearbeitet habe, mein Bundesliga-Debüt geben zu dürfen – und dann auch noch bei dem Verein, an den ich letztes Jahr ausgeliehen war. Das sind Geschichten, die nur der Fußball schreibt“, sagte ein sichtlich berührter Seimen nach Abpfiff bei Sky.
Er gab auch zu, dass er emotional ergriffen war. „Ich muss sagen. Nach dem Abpfiff sind auch ein paar Tränen geflossen“, sagte Seimen und verriet noch anschließend bei DAZN, dass es „das Emotionalste war, was ich in meiner Karriere erlebt habe“.
Gefeiert und geschätzt
Dass er von den Heimfans lautstark gefeiert wurde, sei runtergegangen wie Öl. „Das Stadion ist nicht allzu groß, aber die Fans sind trotzdem laut. Ich habe es natürlich mitbekommen und habe mich riesig gefreut“, sagte Seimen, der in der abgelaufenen Saison zu den Paderborner Aufstiegshelden zählte. Wie sehr er von den SCP-Fans noch geschätzt wird, zeigte sich auch nach Spielende, als er in die Paderborner Kurve gerufen wurde.
Dass er vor dem Duell nervös war, daraus machte er kein Geheimnis. „Natürlich“, antwortete er, als er darauf angesprochen wurde, und ergänzte: „Ich bin vor jedem Spiel in der ersten Saison nervös, das war auch letzte Saison hier so. Und jetzt nochmal ein bisschen mehr, weil es für meinen VfB war, bei dem ich schon sehr lange spiele.“
Erstmal den Abend genießen
Am Ende versüßten ihm seine Teamkollegen sein Bundesliga-Debüt mit einem 2:0-Arbeitssieg, der aber verdient war, wie Seimen feststellte: „Es war ein sehr ekliges Spiel für uns, wir sind nicht so ganz in die Zweikämpfe gekommen und hatten vor allem in der ersten Hälfte einfache Ballverluste. Am Ende hatten wir aber ein bisschen mehr individuelle Qualität, um das Spiel zu gewinnen.“
Und jetzt? „Ich freue mich auch auf die kommenden Wochen und werde alles aufsaugen und genießen, aber ich genieße erstmal heute den Abend mit dem Bundesliga-Debüt.“

