Die Auftaktniederlage zuhause gegen Augsburg wurde beim SC Freiburg aufgearbeitet. Die Lehren daraus sollen beim Auswärtsspiel in Köln helfen.
Zu Gast beim Aufsteiger Köln
Mit zwei Niederlagen und null Punkten in die erste Länderspielpause der neuen Saison zu gehen, wäre das schlechteste Szenario für die Freiburger. Sie wollen sich vor dem Spiel beim Aufsteiger 1. FC Köln (Sonntag, 19.30 Uhr, LIVE! bei kicker) aber auch nicht zu sehr unter Druck sehen. Vor allem, weil das 1:3 gegen den FC Augsburg vor einer Woche auch etwas „unglücklich“ war, wie Noah Atubolu sagte, „weil wir gute erste 20 Minuten gespielt haben, uns aber einfach nicht belohnt haben“. Der SC-Torwart ist sich sicher, dass die Partie anders ausgegangen wäre, wenn die Mannschaft ihre Chancen genutzt hätte. „Die Sinne bei uns sind sehr geschärft“, erklärte der 23-Jährige, „manchmal kannst du aus solchen Niederlagen lernen, vor allem wenn sie am ersten Spieltag passieren.“
So sieht es auch Trainer Julian Schuster. Der Sport-Club könne aus dem misslungenen Auftakt „viele Dinge mitnehmen, die ordentlich waren, auf denen wir aufbauen können“. Und wenn etwas nicht funktioniere oder es Rückschläge in Form von Gegentoren gebe, müsse man das „schnell abzuschütteln und die emotionale Balance finden, damit man das Momentum schnell wieder auf seiner Seite hat“ und den eigentlichen Plan diszipliniert umsetzen kann. „Das war diese Woche noch mal ein Schwerpunkt“, berichtete Schuster. „Wir müssen die Momente reduzieren, in denen der Gegner Aktionen hat. Das haben wir gegen Augsburg gut hinbekommen, in wenigen Momenten nicht, dafür sind wir bestraft worden – deswegen müssen noch weniger zulassen.“
Die späten Treffer der Kölner
Im Gegensatz zu den Freiburgern sind die Kölner erfolgreich in die neue Saison gestartet. „Zwei Last-Minute-Siege sprechen für ihren körperlichen Zustand, dass sie Spiele spät für sich entscheiden können“, sagte Schuster über das 1:0 in Mainz und das 2:1 im DFB-Pokal in Regensburg. Weil sie mit kompaktem Verteidigen erfolgreich waren, könnte der Effzeh auch im Heimspiel darauf setzen, „aber sie können auch hohes Pressing“, weiß der SC-Coach. Die Euphorie rund um den Aufsteiger könnte da auch einen Einfluss haben. „Für sie ist es das erste Heimspiel in der Bundesliga nach einer gewissen Zeit, die Vorfreude in Köln wird sehr groß sein, man kann davon ausgehen, dass da sehr viel Energie auf den Rängen und auf dem Platz sein wird – da gilt es sich entgegen zu stemmen“, forderte Schuster. Und deswegen will er bei seiner Startelf auch darauf achten, „wer diese Energie gehen kann“.

