Während sportlich der volle Fokus auf dem wichtigen Heimspiel gegen Mainz 05 liegt, kümmern sich die Gladbacher Verantwortlichen und allen voran Sportdirektor Rouven Schröder darum, in der kommenden Woche einen neuen Trainer vorstellen zu können. Am Donnerstag sprach er über die laufende Suche.
Gladbach „zufrieden“ mit aktuellem Stand
Dass es vor der Länderspielpause keinen neuen Cheftrainer in Gladbach geben würde, war relativ schnell klar. Jan-Moritz Lichte erhält für ein Spiel das Vertrauen und leitet am Samstag gegen Mainz als Interimstrainer die Geschicke. „Für die Mannschaft war es wichtig, dass man das nicht noch offenlässt, sondern er sie in Ruhe vorbereiten kann“, erklärte Rouven Schröder am Donnerstag die Entscheidung für Lichte. „Wir wissen einfach, wie wichtig das Spiel für uns ist.“
Parallel ist der Sportdirektor aber natürlich schon damit beschäftigt, eine Lösung zu finden, die nach Möglichkeit in der kommenden Woche präsentiert werden soll, um schon das Testspiel bei den Sportfreunden Siegen am Donnerstag als Cheftrainer bestreiten zu können. „Was den Stand der Dinge angeht, sind wir zufrieden“, blickte Schröder auf die Trainersuche.
Schröder sieht die Chance, „eine gute Saison zu spielen“
„Man spürt auf dem Trainermarkt deutlich, dass Borussia ein attraktiver Arbeitgeber sein kann, bei dem man trotz der drei Niederlagen zum Start immer noch die Möglichkeit hat, eine erfolgreiche Saison zu spielen“, betonte der 50-Jährige und stellte heraus: „Auch mit null Punkten haben wir etwas zu bieten.“
Interesse habe es entsprechend einiges gegeben, weshalb die Vorauswahl groß gewesen sei. „Wir stellen natürlich Parameter dafür auf, was der Trainer abbilden soll. Und dann merkt man relativ schnell, dass aus einer ganz großen Anzahl von Kandidaten eine relativ kleine wird“, erklärte Schröder den Prozess. „Dann gibt es einen kleinen Kreis, eine finale Liste und am Ende noch eine sehr, sehr kleine Liste mit Kandidaten, mit denen man persönlich spricht.“ In die finale Auswahl schaffen es dann „zwei bis drei“ Kandidaten, unter denen sich letztlich der Wunschtrainer befinden soll.
„Auf einen Tag kommt es nicht an“
„Man wünscht sich natürlich, dass derjenige perfekt auf den Job vorbereitet ist, den Verein von außen perfekt kennt, aber gleichzeitig auch aufzeigt, wie er die Zukunft für Borussia angehen will“, riss Schröder Faktoren für die letztliche Entscheidung an. In den genauen Stand des Auswahlprozesses ließ er sich dabei wenig überraschend nicht schauen. „Wir können davon ausgehen, dass wir in der Länderspielpause einen neuen Trainer präsentieren“, blieb er vage und kündigte an: „Es geht aber wirklich darum, dass wir einen richtigen Trainer finden. Auf einen Tag kommt es da nicht an.“
Drei Tage vor dem Duell mit Mainz war dem Sportdirektor aber auch daran gelegen, den Fokus erst mal möglichst schnell auf das Spiel statt auf das, was danach geschieht, zu legen. „Der Trainer am Samstag ist Jan-Moritz Lichte und es spielt Borussia Mönchengladbach gegen Mainz 05. Wer danach auf der Trainerbank sitzt, ist egal“, stellte Schröder klar. Wir als Borussia Mönchengladbach möchten punkten. Dafür müssen wir alles tun.“

