Was passiert, wenn Angelo Stiller Stuttgart verlassen sollte? Für diesen Fall haben die Schwaben bereits Nachfolgekandidaten im Blick. Zwei davon sind Caspar Jander und Kodai Sano.
Was, wenn Stuttgarts Mittelfeldstar den Klub verlässt?
Der Countdown läuft, die große, internationale Bühne ist vorbereitet und Angelo Stiller einer der Akteure, die bei der Weltmeisterschaft auf Aufmerksamkeit hoffen dürfen. Interesse, das dazu führen könnte, dass für den Stuttgarter Nationalspieler im Anschluss an die Weltspiele in Übersee ein Transfer infrage käme. Eine Situation, mit der sich die Stuttgarter nicht erst jetzt beschäftigen. Ungeachtet der Verpflichtung von Hoffenheims Grischa Prömel. Entsprechend verfügt man beim schwäbischen Traditionsverein über potenzielle Nachfolgekandidaten für den spielstarken Ballverteiler Stiller.
Zwei, die auf dieser Personalliste ganz oben stehen, sind Caspar Jander (23), der beim FC Southampton aktiv ist, und Kodai Sano (22) vom niederländischen Erstligisten NEC Nijmegen. Der dreimalige deutsche U-21-Nationalspieler war bereits im vergangenen Sommer Gesprächsthema beim gerade entthronten Pokalsieger. Auch damals ging es um einen möglichen Abschied Stillers, der mit allen möglichen Topklubs in Verbindung gebracht wurde. Darunter Real Madrid oder Manchester United. Doch Janders damaliger Arbeitgeber, Zweitligist 1. FC Nürnberg, rief eine Ablöse über mindestens 15 Millionen Euro auf. Der VfB bot dagegen lediglich 7,5.
Aufstiegs-Aus bietet eine neue Chance bei Jander
Am Ende wechselte der technisch versierte, handlungsschnelle und ballsichere Mittelfeldmann aus Franken für elf Millionen Euro nach England. Wo die Tür zum großen Ziel Premier League zum Saisonende offenstand – und doch krachend zufiel, weil die Saints von den Aufstiegs-Play-offs der zweithöchsten englischen Spielklasse ausgeschlossen wurden. Der Grund: Man habe Gegner im Training ausspioniert.
Sanos Bruder spielt bei Mainz
Jander, dessen Vertrag bis Ende Juni 2028 läuft, ist dadurch wieder auf dem Markt. Wie auch Sano, den die Stuttgarter schon länger beobachten und der als passsicher, kreativ und dribbelstark gilt. Der Japaner, mit einem ebenfalls bis 2028 gültigen Kontrakt ausgestattet, liebäugelt mit einem Wechsel in die Bundesliga, in der bereits sein drei Jahre älterer Bruder Kaishu beim FSV Mainz 05 unter Vertrag steht. Während dieser es in Japans Kader für das am Donnerstag beginnende Weltturnier geschafft hat, reichte es für Kodai, der bisher auf zwei Länderspieleinsätze gekommen ist, nicht. Was ihn nicht günstiger macht. Die Verantwortlichen bei Nijmegen rufen als Ablöse um die 20 Millionen Euro auf.

