Der SV Werder Bremen arbeitet an einer Verpflichtung von Maximilian Wöber: Der österreichische Nationalspieler hatte bei Leeds United keine Perspektive mehr, gilt jedoch als mögliche Führungsfigur.
Weiter auf Verteidigersuche
Als letzter Bundesligist hat der SV Werder Bremen bislang noch keine Neuverpflichtung in diesem Sommer tätigen können – nun steht die erste in Aussicht: Maximilian Wöber soll von Leeds United verpflichtet werden, wie die Bild zuerst berichtete.
Demnach würde eine Ablösesumme im niedrigen Millionen-Bereich für den Innenverteidiger fällig; vor zweieinhalb Jahren hatte der Österreicher den englischen Klub noch zwölf Millionen Euro (an RB Salzburg überwiesen) gekostet.
Dass der 31-malige Nationalspieler, an dem der Bundesligist schon lange dran war, derart preiswert zu haben ist, hängt trotz eines laufenden Vertrags bis 2027 auch mit der Perspektivlosigkeit beim Premier-League-Aufsteiger zusammen.
Zwei Knie-Operationen in der Vorsaison
Zwei Operationen am rechten Knie verhinderten mehr als jene acht Einsätze in der vergangenen Saison, zumal Wöber nur in ausgewählten Spielen sportlich die erste Wahl war unter Trainer Daniel Farke.
Ob die Verletzungshistorie im rechten Knie ein Restrisiko darstellt, nachdem er bereits im Frühjahr 2019 bei Ex-Klub FC Sevilla mit einem Meniskusriss monatelang ausgefallen war? Im Anschluss an sein Comeback im April stand Wöber zumindest wieder durchgängig zur Verfügung, zudem lief er Anfang Juni in einem von zwei Länderspielen für die österreichische Nationalmannschaft von Beginn an (2:1 gegen Rumänien) auf.
Gladbach forcierte eine Verpflichtung nicht
In der vorherigen Spielzeit war der Leeds-Profi noch zu Borussia Mönchengladbach verliehen, wo er in 25 Bundesliga-Einsätzen insbesondere als torgefährlicher Kopfballspieler (zwei Treffer) mit solidem Aufbauspiel und resoluter Zweikampfführung in Erscheinung trat. Eine feste Verpflichtung wurde letztlich nicht entscheidend forciert und kam auch aufgrund von preislichen Gründen nicht zu Stande.
Das auf den ersten Blick ähnliche Profil zum gleichaltrigen Landsmann und Werder-Kapitän Marco Friedl (ebenfalls Linksfuß) erweitert Wöber indes insofern, dass er nicht nur zentral, sondern auch als defensivorientierter Linksverteidiger in einer Viererkette zum Einsatz kommen kann, genauso wie links in der Dreierkette – zwei Systeme, die unter dem neuen Coach Horst Steffen flexibel praktiziert werden könnten. Wöber, der zudem für Ajax Amsterdam und Rapid Wien spielte, gilt zudem als möglicher Führungsspieler, der Dinge klar und selbstkritisch anspricht.
Werder weiter auf Verteidiger-Suche
Nachdem Werder mit Anthony Jung (Freiburg) und Milos Veljkovic (Roter Stern Belgrad) zwei Verteidiger verlassen haben, soll wohl noch ein weiterer Neuzugang für die zentrale Defensive folgen, zumal Julian Malatini als Kandidat für ein Leihgeschäft gilt, um mehr Spielpraxis zu erhalten als bislang.

