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„Pissige Stimmung“ beim BVB – „Erlösung“ in Gladbach

Der BVB hat das Borussen-Duell in Gladbach verloren – entsprechend gedämpft war die Stimmung bei den Schwarz-Gelben nach Abpfiff. Ganz anders die Fohlenelf, wo Trainer Eugen Polanski froh war, nicht in eine Opferrolle verfallen zu sein.

Fohlenelf gewinnen Borussen-Duell

„Ein Sieg am Ende fühlt sich gut an, es war eine Erlösung“, sagte Matchwinner Haris Tabakovic nach dem 1:0-Sieg bei DAZN und sprach von einer „schwierigen Saison“ der Rheinländer. „Es war klar, dass wir einen Matchball haben“, sagte der Bosnier mit Blick auf die Tatsache, dass man den Klassenerhalt sichern konnte. Am Ende hat das geklappt – und Gladbach tat das auch noch überzeugend.

„Wir wollten sie stressen, das haben wir gut gemacht. Die Verteidigung hat die langen Bälle sehr gut verteidigt“, lobte Tabakovic seine Mitspieler und meinte, dass man auch zwei bis drei Tore mehr hätte schießen können. Nico Elvedi sprach sogar von einer der „besten Leistungen der Saison“, die Gladbacher seien „über fast das ganze Spiel aktiv“ gewesen. Auch Gladbachs Abwehrchef ist „froh, dass wir jetzt durch sind.“

„Bei ihnen ging es um sehr viel, bei uns anscheinend nicht so.“ (Niko Kovac)

Trainer Eugen Polanski wiederum lobte das Durchhaltevermögen seiner Elf, die erst sehr spät das erlösende 1:0 erzielt hatte. „Wir hatten schon Spiele dabei, wo wir das phasenweise gemacht haben und uns dann von Kleinigkeiten haben rausbringen haben lassen“, erinnerte sich der 40-Jährige und meinte: „Das Tor kann schon viel früher fallen. Wir waren gut mit Ball, gallig und clever.“ Es war die passende Gladbacher Reaktion auf die zuvor verpassten Matchbälle zuhause gegen Mainz und Heidenheim. „Wichtig war, dass wir nicht in eine Opferrolle fallen. Wir haben uns gewehrt und das Trainingsniveau gesteigert“, so Polanski.

Ganz anders sah die Stimmung beim BVB aus. So gestand Gregor Kobel, dass man unzufrieden damit sei, wie das Spiel verlaufen ist. Der Schweizer verriet auch, dass nach dem Spiel „pissige Stimmung “ vorgeherrscht habe – einerseits, wegen der uninspirierten Leistung, andererseits, „weil wir es nicht schaffen, das 0:0 zu halten“.

Coach Niko Kovac stellte fest, dass es „keine gute Leistung“ seiner Mannschaft war, bemängelte „keine intensive Einstellung“ und suchte nach einer Erklärung dafür. Die fand er wohl darin, dass für die Gladbacher offenbar sehr viel mehr auf dem Spiel stand. Während der BVB komfortabel auf Platz zwei rangiert, ging es für die Fohlenelf um den endgültigen Klassenerhalt. „Man hat es bei den Gladbachern gesehen, sie waren scharf, griffig und bissig“, erläuterte Kovac. „Bei ihnen ging es um sehr viel, bei uns anscheinend nicht so. Du musst körperlich dagegenhalten, das haben wir nicht geschafft.“

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