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Offiziell: Neuer verlängert beim FC Bayern – auch Ulreich unterschreibt bis 2027

Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich Manuel Neuer und der FC Bayern auf eine erneute Vertragsverlängerung geeinigt. Der Torhüter hat damit mehrere Top-Rankings im Visier. Auch einer seiner Vertreter bleibt dem Verein für eine weitere Saison erhalten.

Kapitän hängt noch ein Jahr dran

Egal, mit wie vielen Titeln die Saison für den FC Bayern endet: Manuel Neuer hat noch nicht genug. Am Freitag vor dem Saisonfinale verkündete der deutsche Rekordmeister, dass der Stammtorhüter und Kapitän seinen auslaufenden Vertrag noch einmal um ein Jahr verlängert hat und somit jetzt bis 30. Juni 2027 gebunden ist – genau wie Sven Ulreich, der ebenfalls um ein Jahr verlängert hat. Nach wochenlangen Verhandlungen ist es das Ergebnis, auf das die Verantwortlichen gehofft hatten.

In der aktuellen Saison war Neuer weiter die unumstrittene Nummer 1 der Bayern, rückte aber so oft wie nie zuvor punktuell ins zweite Glied, um Herausforderer Jonas Urbig zu Spielpraxis zu verhelfen. Der potenzielle Neuer-Nachfolger soll auch 2026/27 von der großen Erfahrung seines 40-jährigen Teamkollegen profitieren.

„Wir haben bei der Ausrichtung im Tor einen klaren Plan und setzen ihn Schritt für Schritt um: Manuel Neuer, Sven Ulreich und Jonas Urbig bilden ein Torwartteam, in dem jeder seine Rolle hat und das sich gemeinsam entwickelt“, wird Sportvorstand Max Eberl in einer Pressemitteilung des Deutschen Meisters zitiert. Und weiter: „Manuel und Sven werden Jonas weiter auf seinem Weg unterstützen, die Zukunft des FC Bayern zu werden.“

Neuer „einer der besten Transfers unserer Vereinsgeschichte“

Neuer war im Sommer 2011 unter großem Protest der organisierten Bayern-Fans („Koan Neuer“) vom FC Schalke 04 an die Säbener Straße gewechselt – und entwickelte sich dort zur Klublegende. Der Weltmeister von 2014 wurde unter anderem 13-mal Deutscher Meister und zweimal Champions-League-Sieger und kann in der neuen Saison in die Top 5 der FCB-Rekordspieler aufsteigen.

Zusätzlich hat er klubübergreifend unter den Bundesliga-Profis mit den meisten Einsätzen den drittplatzierten Oliver Kahn im Visier, im Ranking der ältesten Spieler der Liga-Geschichte, das Klaus Fichtel anführt (43 Jahre, 184 Tage), winkt der fünfte Rang. Vor allem aber wird Neuer „seinen“ Bayern zu weiteren Trophäen verhelfen wollen.

15 Jahre nach seinem Wechsel spricht Jan-Christian Dreesen daher von „einem der besten Transfers unserer Vereinsgeschichte“. Der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern lobt seinen Keeper in höchsten Tönen: „Manuel hat die Grenzen des Torwartspiels verschoben, und er wächst auch mit 40 Jahren noch über sich hinaus. Über diesen Torwart, diesen Kapitän und diese Persönlichkeit wird man noch in vielen Jahren sprechen.“

Comeback in der Nationalmannschaft?

Auch in dieser Saison stellte Neuer trotz seines gehobenen Sportleralters seine Qualitäten weiterhin unter Beweis, nicht zuletzt in der Champions League. Im Viertelfinal-Hinspiel bei Real Madrid (2:1) zeigte Neuer gleich mehrere Glanztaten und erhielt die kicker-Note 1. Das scheint auch Bundestrainer Julian Nagelsmann nicht entgangen zu sein. Trotz Neuers Rücktritt aus der Nationalmannschaft nach der EM 2024 mehrten sich zuletzt die Anzeichen, dass Nagelsmann den erfahrenen Keeper doch mit zur WM nehmen könnte.

Auf Vereinsebene fühlt sich Neuer zweifelsfrei noch auf der Höhe seines Schaffens. Er habe sich Zeit genommen für seine Entscheidung, ob er noch ein Jahr bei den Bayern dran hängen möchte oder nicht, meint Neuer. Sein Entschluss: „Hier stimmen alle Voraussetzungen: Wir können mit dieser Mannschaft jeden schlagen, ich fahre jeden Tag mit Spaß an die Säbener Straße und bringe meine Leistung.“

Mit Ulreich verlängert die „Verlässlichkeit in Person“

Zudem betont Neuer den Zusammenhalt im Torwartteam des Rekordmeisters. „Wir halten zusammen und versuchen, die Latte immer höher zu legen, uns permanent gegenseitig zu pushen und optimal auf die Spiele vorzubereiten“, so der 544-malige Bundesliga-Keeper, der auch in der nächsten Saison nicht nur mit Urbig, sondern weiterhin auch mit Ulreich zusammenarbeiten wird.

Die „Verlässlichkeit in Person“ (Dreesen über Ulreich) hat ebenfalls einen neuen Kontrakt bis Sommer 2027 unterschrieben. „Ich fühle mich gut, habe weiterhin große Lust auf Fußball – und der FC Bayern ist mir einfach ans Herz gewachsen“, begründet der 37 Jahre alte Routinier seine Entscheidung. Sportdirektor Christoph Freund sieht die Münchner durch die nun vorgenommene Wechselstellung auf der Torhüter-Position „für die Zukunft bestens aufgestellt. Alle drei sind super Charaktere, die zusammen ein einzigartiges Team ergeben, wie man es in dieser Konstellation in keinem anderen europäischen Verein findet.“

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