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Nächster Kandidat nach Hürzeler: Wie gut passt Iraola zu Bayer?

Wer trainiert Bayer 04 in der kommenden Saison? Nach Brightons Fabian Hürzeler ist mit dem Spanier Andoni Iraola der nächste interessante Kandidat aufgetaucht.

Baske hört bei Bournemouth auf

Seit dem ernüchternden 3:3 in Heidenheim, das die Zukunft von Kasper Hjulmand übers Saisonende hinaus infrage stellte, ploppen immer wieder Namen von Trainern auf, die Bayer 04 ab dem Sommer übernehmen könnten. Nicht alle davon sind heiß. So spielt Oliver Glasner (noch Crystal Palace) keine Rolle. Auch Thomas Frank, vor kurzem bei Tottenham Hotspur krachend gescheitert, gehört nicht zum Kandidatenkreis. Denn dessen zu defensiver Ansatz passt nicht zu Bayers Vorstellungen.

Der Baske sucht einen Klub und ein Projekt mit Perspektive

Doch jetzt wurde – mitten in Bayers Phase des Aufschwungs mit dem Comeback beim 6:3 gegen Wolfsburg und dem 1:0-Sieg beim BVB – nach dem ehemaligen St.-Pauli- und aktuellen Brighton-Trainer Fabian Hürzeler ein zweiter interessanter Kandidat enthüllt: Andoni Iraola vom AFC Bournemouth, der mit seinem Team in der Premier League seit elf Partien ungeschlagen ist.

Der Spanier wird sein dreijähriges Engagement bei den Cherries mit dieser Saison beenden und sucht eine neue Herausforderung und dabei ein Projekt mit Perspektive. Bei einem Klub, der ihm die Möglichkeit bietet, eine Mannschaft weiterzuentwickeln. Und bei dem er nicht wie in Bournemouth jede Saison aufgrund hochkarätiger Verkäufe fast alles neu aufbauen muss. Ein Aspekt, den Athletic Bilbao, mit dem der Baske ebenfalls konkret in Verbindung gebracht wird, auch aufgrund der fehlenden wirtschaftlichen Potenz nicht wirklich erfüllen kann.

Iraola stammt wie Xabi Alonso und Arteta aus derselben Talentschmiede

Die Bayer-Verantwortlichen müssen sich die Frage stellen, wie gut Iraola zu ihrer Philosophie passt. So lässt der frühere spanische Nationalspieler in Bournemouth keinen typischen Bayer-Fußball praktizieren, setzt statt auf lange Passpassagen deutlich mehr auf schnelles Spiel ins letzte Drittel.

Doch der 43-Jährige entspringt wie Xabi Alonso (44) und Mikel Arteta (44), mit denen er eine sehr enge Verbindung pflegt, der Schule von Antiguoko, der Talentschmiede aus San Sebastian. Und auch wenn er nicht als deckungsgleicher Trainertyp zu den beiden gilt, ist Iraola, der mit demselben Berater wie Ex-Bayer-Coach Xabi Alonso zusammenarbeitet, diese Adaption durchaus zuzutrauen.

Hürzeler kostet viel Ablöse, deckt aber das Profil sehr gut ab

Iraola wäre ablösefrei zu haben, während für Hürzeler eine Ausstiegsklausel im zweistelligen Millionenbereich bedient werden müsste. Allerdings deckt Letzterer mit seinem Ansatz Bayers Anforderungsprofil in vielerlei Hinsicht sehr gut ab. Von der spielerischen, auf Ballbesitz basierenden Grundidee bis zum Feuer, das ein Trainer durch sein Auftreten entfachen können muss.

Klar ist: Die Bayer-Bosse wissen, dass sie das gesamte Trainer-Thema möglichst diskret behandeln müssen, um unnötige Unruhe im Saisonfinale zu vermeiden und doch noch Platz 4 zu erreichen.

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