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Nächste Millionensumme: BVB reicht Wätjen an Tullberg weiter

Borussia Dortmund hat mit Kjell Wätjen (20) das nächste Talent abgegeben – und dafür erneut eine Millionensumme kassiert. In Dänemark trifft der Mittelfeldspieler auf einen alten Bekannten.

Fünfjahresvertrag bei Midtjylland

Mit großen Schritten kommt Borussia Dortmund in der Verschlankung des Kaders weiter. Nach den Abgängen von Julien Duranville (20, Olympique Lyon) und Cole Campbell (20, SV Elversberg) hat sich der BVB mit sofortiger Wirkung auch von Mittelfeld-Talent Kjell Wätjen getrennt. Der 20-Jährige bricht seine Zelte in Westfalen ab und schlägt sie stattdessen in Dänemark auf.

Beim dortigen Vizemeister FC Midtjylland unterzeichnete Wätjen einen Fünfjahresvertrag bis zum 30. Juni 2031. Dem BVB bringt er nach Informationen der Ruhr Nachrichten tatsächlich die nächste Millionensumme. Vier Millionen Euro sollen als Ablöse gen Dortmund fließen.

„Kjell ist nicht nur ein toller Fußballer, sondern auch ein toller Mensch. Seine Entwicklung bei Borussia Dortmund von der U 10 bis zu seinem Debüt bei den Profis ist eine sehr besondere“, schwärmt Lars Ricken, Geschäftsführer Sport beim BVB: „Er hat eine sehr hohe Identifikation mit dem Verein und wir sind stolz, dass er seinen Weg so viele Jahre bei uns gegangen ist.“

In Dortmund wäre er nur noch eine Notlösung gewesen

Warum aber Midtjylland? Der Grund für den Wechsel liegt auf der Hand. Wätjen trifft beim neuen Klub auf seinen einstigen Förderer aus Dortmund: Mike Tullberg, der insgesamt sechs Jahre lang im BVB-Nachwuchs arbeitete, ist seit September 2025 Cheftrainer beim dänischen Spitzenklub.

In Dortmund wäre Wätjen in der neuen Saison nur eine Notlösung gewesen, weswegen er nun die Option des Wechsels wählte. Im Sommer 2015 hatte sich der Mittelfeld-Antreiber für den BVB entschieden und kam seitdem auf nur vier Bundesliga-Einsätze und derer 20 für die Zweitvertretung in der 3. Liga, in denen ihm auch fünf Tore gelangen.

Zur Weiterentwicklung verlieh der deutsche Vizemeister Wätjen in der vergangenen Saison an den VfL Bochum. Beim Nachbarn im Revier sammelte er 26 Einsätze in der 2. Bundesliga, wobei ihm zwölfmal die Jokerrolle zukam (zwei Tore, kicker-Notenschnitt 3,87). Im DFB-Pokal kam Wätjen in allen drei Spielen zum Zug und stand zweimal in der Startelf, wobei er besonders beim 1:0 in Augsburg überzeugte (kicker-Note 2).

In Dänemark bald eine „Leitfigur“?

„Kjell hatte andere spannende Angebote“, verrät Midtjyllands Sportdirektor Kristian Bach Bak: „Deshalb sind wir auch stolz darauf, dass er sich in einer so entscheidenden Phase seiner Karriere für den FC Midtjylland entschieden hat. Wir sehen in ihm einen Spieler, der alle Voraussetzungen mitbringt, um bei uns zu einer Leitfigur zu werden.“

Tullberg ist überzeugt, dass Wätjen die Voraussetzungen mitbringt, „um den intensiven Fußball zu spielen, für den wir beim FC Midtjylland stehen wollen“. Der Neuzugang selbst spricht vom „richtigen Gefühl“, das er nach Gesprächen mit Vereinsverantwortlichen verspürte. Seine Ansage an die interne und externe Konkurrenz: „Ich hoffe, mit der Zeit große Verantwortung übernehmen zu können – gerne schon in dieser Saison – und ich bin nicht nur hierhergekommen, um zu spielen, sondern um Titel zu gewinnen.“

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