Innenverteidiger Fabio Gruber verlässt den 1. FC Nürnberg und schließt sich zur neuen Saison dem 1. FSV Mainz 05 an, der sich auf einen „spielstarken Innenverteidiger“ mit Führungsqualität freut.
Innenverteidiger zieht weiter
Der gebürtige Augsburger Fabio Gruber spielt künftig in der Bundesliga und wechselt vom 1. FC Nürnberg zur neuen Saison nach Mainz zum FSV, das teilten die beiden Klubs am Freitag mit. Über die genauen Wechselmodalitäten beziehungsweise die Vertragslaufzeit machten die Vereine keine weiteren Angaben.
„Mit Fabio Gruber bekommen wir einen jungen, extrem zweikampf- aber auch spielstarken Innenverteidiger und Top-Charakter, der bei seinen bisherigen Stationen bereits einiges an Führungsqualität unter Beweis stellen konnte“, kommentiert der Mainzer Sportdirektor Niko Bungert. „Mit seinen fußballerischen Voraussetzungen und der Erfahrung, die er trotz der jungen Jahre schon sammeln konnte, wird er eine Verstärkung für unsere Defensive sein. Wir freuen uns sehr, dass Fabio seine Zukunft bei uns am Bruchweg sieht.“ Dem Vernehmen nach waren auch weitere Bundesligisten an dem Youngster dran.
„Ich hatte von Anfang an sehr gute Gespräche mit Urs Fischer und den Mainzer Verantwortlichen. Natürlich freue ich mich sehr auf die Bundesliga, die neue Aufgabe hier in Mainz, darauf die Stadt, den Verein und die Fans kennenzulernen und nach der Sommerpause gemeinsam mit den neuen Kollegen richtig loszulegen“, so Gruber. Am 1. Juli wird er bereits auf seine neuen Kollegen treffen, denn dann steht die erste reguläre Trainingseinheit auf dem Programm.
Gemischte Gefühle in Nürnberg
Der Innenverteidiger war erst im Winter 2025 vom SC Verl an den Valznerweiher zum Club gewechselt. Dort hat er sich schnell in die Startformation gespielt, wurde während der Saison dann sogar zum FCN-Kapitän, was er zuvor trotz seines jungen Alters schon beim SCV war. In der abgelaufenen Saison kam er auf 32 Spiele (kicker-Note 3,23). Zuvor hatte Gruber sämtliche Jugendmannschaften beim FC Augsburg durchlaufen.
Nürnbergs Sportvorstand Joti Chatzialexiou verabschiedete seinen Defensivspieler mit gemischten Gefühlen: „Auch wenn uns der Abgang von Fabio menschlich und sportlich natürlich schmerzt, können wir auch ein wenig stolz darauf sein, dass ein weiterer unserer Spieler den Schritt in die Bundesliga geschafft hat.“ Mit dem Griechen Alexios Kalogeropoulos präsentierte der Club bereits einen jungen Ersatz von Olympiakos Piräus.
„Die Entscheidung, den FCN zu verlassen, ist mir wirklich nicht leichtgefallen“, unterstrich Gruber. „Ich durfte hier in den vergangenen eineinhalb Jahren als Mensch und Spieler reifen, hatte die Ehre, diesen traditionsreichen Verein als Kapitän anzuführen, und habe mich in der Stadt sehr wohlgefühlt.“ Allerdings habe er die Chance Bundesliga zu spielen, als Sportler ergreifen wollen.

