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Luis Diaz prophezeit Tor gegen Union – und staunt über Brown

Luis Diaz sucht in der Frühphase der neuen Saison noch nach seiner Bestform. Für das Union-Spiel prophezeite er sein zweites Tor – und denkt an das erste gegen die Eisernen besonders gerne zurück.

Womit der Bayern-Profi noch fremdelt

Die Zahlen seiner ersten Bundesliga-Saison waren herausragend. Luis Diaz zeigte keine großen Anpassungsschwierigkeiten und traf jeweils an den ersten drei Spieltagen, legte bei seiner Liga-Premiere gegen Leipzig (6:0) gar noch zwei Treffer auf. In Summe wurden es am Ende 15 Tore und 17 Assists. „Es war ein sehr, sehr besonderes Jahr für mich“, erklärt der Kolumbianer rückblickend im Interview bei RTL/Sky: „Ich wurde unglaublich gut aufgenommen. Meine Mitspieler haben mich vom ersten Tag an so fühlen lassen, als wäre ich schon viele Jahre hier.“

Und so spielte Luis Diaz auch. In der neuen Saison, zu deren Auftakt er einen Treffer beim 5:1 gegen Stuttgart beisteuerte, läuft es beim Rekordmeister und ihm selbst noch nicht nach Plan: „Wir sind noch nicht wirklich die Bayern-Mannschaft, die wir in der vergangenen Saison waren. Wir sind noch nicht auf diesem Level, aber das halte ich für normal.“ Er erklärt sich das mit dem vollgepackten Kalender, der den Bayern-Profis auch mit Blick auf die WM wenig Chancen zur Erholung bot.

„In den ersten Spielen habe ich gedacht: ‚Wow‘.“ (Luis Diaz über Nathaniel Brown)

Persönlich finde er sich in Deutschland aber immer besser zurecht – nur mit der Sprache fremdelt er noch. Deutsch sei für ihn „weiterhin komisch“, aber vor allem „schrecklich schwierig. Sich dem anzupassen, ist nicht so einfach.“ Umso wichtiger war für ihn im Sommer die Verpflichtung von Ismael Saibari. „Ein guter Junge, und er spricht zum Glück Spanisch“, gesteht Luis Diaz: „Es ist sehr wichtig, jemanden hier zu haben, mit dem ich mich auf meiner Sprache unterhalten kann.“

Auf dem Platz beeindruckte ihn mit Nathaniel Brown besonders ein anderer Neuzugang, den der Bayern-Angreifer als „spektakulär“ bezeichnet. „In den ersten Spielen habe ich gedacht: ‚Wow‘. Er hat mich sehr überrascht, er hat enormes Potenzial“, sagt Luis Diaz über den deutschen Nationalspieler: „Er hat dann auf einmal auch auf einer Position gespielt, auf der ich ihn noch gar nicht gesehen habe: auf der Zehn. Und er ist ja eigentlich Außenverteidiger. Diese Flexibilität bringt uns einen großen Vorteil.“

„Ich werde meine beste Version bald finden“

Seine eigene Stärke sieht Luis Diaz besonders in puncto Mentalität. „Ich habe immer Lust, mehr zu wollen, mehr zu holen.“ Die zum Saisonstart vergebenen Chancen, die an eine Phase der Vorsaison erinnern, lassen Luis Diaz nicht nervös werden. „Ich bin auf der Suche nach meiner besten Version und werde sie bald finden. Ich glaube, im nächsten Spiel kommt dieses Tor.“

Der Gegner könnte passender kaum sein. Am Freitagabend (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker) gastiert Union Berlin vor dem Oktoberfest-Auftakt in der Allianz-Arena. Gegen die Eisernen schoss Luis Diaz in der Vorsaison ein überragendes Tor. Das beste seiner Karriere? „Das ist schwierig, weil ich sehr, sehr schöne Tore geschossen habe. Aber es ist eines der besten Tore, die ich in meiner Karriere gemacht habe.“ Besonders gefalle es ihm, weil es ein „Straßentor“ gewesen sei und ihn deswegen an seine Kindheit erinnere.

Das „Zocken“ kommt besonders in Kombination mit Michael Olise zum Tragen. Über dessen Verbleib ist Luis Diaz heilfroh: „Es war wichtig, dass wir als Team nicht auseinandergerissen wurden. Es wäre sehr schwierig gewesen, so einen Spieler zu verlieren.“ Der Südamerikaner schätzt den Franzosen vor allem als Menschen. In dem er sich teils selbst sieht: „Er ist ein sehr guter Junge, er redet viel. Mit der Presse will er manchmal vielleicht nicht viel reden, und das verstehe ich, weil ich das auch nicht mag. Ich rede überhaupt nicht gerne über mich.“

Nach einer starken Leistung gegen Union dürften das aber wohl gerne wieder andere tun.

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