RB Leipzig und seinem neuen Interimstrainer bleibt keine Zeit zum Durchatmen. Drei Tage nach dem Aus im Pokal in Stuttgart haben die Sachsen in der Liga am Samstag Hoffenheim zu Gast und wollen im Rennen um die erneute Champions-League-Qualifikation drei Punkte einfahren. Kevin Kampl steht dabei wohl wieder zur Verfügung.
Leipzig erwartet Hoffenheim
Die vergangenen Tage waren für Zsolt Löw turbulent, wie er sagt. „Es sind sehr viele Aufgaben dazugekommen“, betonte der Interimstrainer von RB Leipzig am Freitag im Rahmen der Spieltags-Pressekonferenz vor dem Duell mit der TSG Hoffenheim. Als verantwortlicher Coach habe man sich um zahllose Belange im und um das Team zu kümmern, hauptsächlich natürlich um Auf- und Einstellung der Mannschaft.
In welcher Formation Löw RB Leipzig in die Partie mit der TSG Hoffenheim schicken wird, ließ der neue Coach offen. Er sagte nur so viel: „Dass es große Veränderungen geben wird, glaube ich nicht.“ Diejenigen Akteure, die bei seinem Pflichtspiel-Debüt als RB-Trainer im Pokal in Stuttgart aufgelaufen sind, könnten somit auch die sein, die gegen Hoffenheim das Startelf-Mandat erhalten. Löw will allerdings nicht abwarten, inwieweit alle in Stuttgart eingesetzten Akteure die Belastung verkraftet haben.
Löw überfrachtet die Spieler nicht mit Bildern
Nicht zählen kann Löw weiterhin auf Benjamin Henrichs (Achillessehnenriss) und Xaver Schlager (Sehneneinriss Oberschenkel) sowie die beiden Rekonvaleszenten Assan Ouedraogo (trainiert nach Oberschenkel-OP teilweise wieder mit der Mannschaft) und Antonio Nusa (arbeitet nach Knieproblemen individuell). Kevin Kampl, der aufgrund eines Infekts in Stuttgart fehlte, trainierte dagegen am Freitag wieder mit dem Team und steht wohl zur Verfügung.
Ebenso entscheidend wie die personelle Ausstattung ist für Löw auch die mentale Disposition des Teams um Kapitän Willi Orban. Und da hat er bei der Aufarbeitung des Pokalspiels nicht weiter den Wunden der Spieler gebohrt, wie er sagt. „Wir wollten die Spieler nicht mit Bildern überfrachten“, betont er.
„Von unserer Herangehensweise hat viel funktioniert.“ (Zsolt Löw)
Stattdessen haben der 45-Jährige und sein Stab dem Team nochmals die Matchstatistik vom Mittwoch präsentiert, die RB gegenüber dem VfB in vielerlei Hinsicht im Vorteil sah. „Von unserer Herangehensweise hat viel funktioniert“, sagt Löw, die Spieler, so der Coach weiter, „sollen nicht anfangen zu zweifeln“. Schritt für Schritt wolle man das, was man in Stuttgart gut gemacht habe, optimieren, „und dann kommen auch die Ergebnisse“, so Löw.
Seelenmassage hat Löw auch bei Lois Openda müssen. Der belgische Angreifer ringt seit einiger Zeit um die Form, die ihn in der vergangenen Saison mit 24 Ligatreffern zu einem der Top-Torjäger machte und vergab im Pokalspiel drei teils gute Chancen. In Stuttgart, so Löw, „hat Lois ein gutes Spiel gemacht“. Openda habe so viel Qualität, er müsse dranbleiben, dann werde er weiter Torchancen bekommen und der Knoten werde irgendwann platzen, so der neue RB-Trainer.

