Zum Inhalt springen Zur Seitenleiste springen Zur Fußzeile springen

Leeds lockt Elvedi: An diesen Faktoren hängt ein Wechsel

Seit elf Jahren trägt Nico Elvedi das Trikot von Borussia Mönchengladbach. Der Moment des Abschieds rückt näher – wenn die Rahmenbedingungen passen.

Auch Scally im Fokus von Premier-League-Klubs

Geht er? Oder bleibt er? Seit Jahren wiederholt sich im Sommer das Rätselraten um die Zukunft von Nico Elvedi (Vertrag bis 2027). Der Schweizer Nationalspieler hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass er sich eine Luftveränderung vorstellen könne, falls sich eine für ihn reizvolle Möglichkeit eröffnet. Jetzt, nach elf Jahren in Diensten von Borussia Mönchengladbach, wird der Abschied konkret: Es lockt die Premier League.

Wie Sky berichtet, hat sich Elvedi mit Leeds United auf einen Vertrag bis 2029 geeinigt. Bei Leeds würde der Innenverteidiger erneut mit Daniel Farke zusammenarbeiten, der in der Spielzeit 2022/23 als Trainer der Fohlenelf tätig war. Im Juni hatte der kicker über ein Interesse der Engländer berichtet. Damit die Borussen grünes Licht für einen Wechsel erteilen, müssen allerdings verschiedene Faktoren erfüllt sein.

Elvedi würde eine riesengroße Lücke hinterlassen

Grundsätzlich würden die Gladbacher Elvedi, einem ihrer verdientesten Spieler in den vergangenen Jahren, keine Steine in den Weg legen, wenn der Abwehrchef eine neue Herausforderung annehmen möchte. Passen müssen aber auch die Rahmenbedingungen – und das betrifft zuallererst die Höhe der Ablösesumme. Mindestens zehn Millionen Euro werden die Gladbach-Bosse mit Sicherheit verlangen für den WM-Teilnehmer. Elvedi war in der vergangenen Saison neben Torhüter Moritz Nicolas die absolute Stütze der Mannschaft. Auf die seit Langem beste Bundesligasaison folgte eine Weltmeisterschaft mit bärenstarken Leistungen im Schweizer Nationaldress. Trainer Eugen Polanski ernannte Elvedi nicht umsonst gerade erst zum neuen Vizekapitän hinter Tim Kleindienst.

Zweiter Faktor für eine Freigabe wird die Nachfolgeregelung. Erst wenn Sportchef Rouven Schröder einen neuen Mann für die Innenverteidigung gefunden und fest an der Angel hat, werden die Borussen Elvedi ziehen lassen. Ein Elvedi-Abgang würde sportlich eine riesengroße Lücke hinterlassen. Deshalb muss Schröder einen Qualitätsspieler verpflichten, der im Idealfall auch noch Bundesligaerfahrung mitbringt.

Elvedi-Nachfolge: Ein Profil wie bei Itakura ist gefragt

Im Winter beschäftigte sich Schröder mit einer Rückholaktion von Ko Itakura (29, Ajax Amsterdam). So ein Profil mit einer Mischung aus Qualität und Erfahrung dürfte bei der Elvedi-Nachfolge auch jetzt wieder gefragt sein. Zuletzt wurden die Borussen aber auch mit einer Reihe von jüngeren Innenverteidigern in Verbindung gebracht. Darunter Elvedi-Landsmann Karim Sow (23, FC Lausanne-Sport) und Uruguays Nahuel Herrera (21, CA Penarol). Der ebenfalls gehandelte Ben Nelson (22, Leicester City) fällt als Option weg, er hat sich einen Kreuzbandriss zugezogen.

Neben Elvedi könnte die Borussia noch ein weiterer Profi den Klub in Richtung England verlassen. An Rechtsverteidiger Joe Scally (Vertrag bis 2027) sollen der FC Fulham und der AFC Bournemouth Interesse zeigen, außerdem scheint sich aus Frankreich Olympique Marseille mit dem US-Nationalspieler zu beschäftigen. Auch Scally gilt schon länger als Wechselkandidat für diesen Sommer.

Hinterlasse einen Kommentar

0.0/5