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Kramaric: „Der vielleicht schwierigste Moment meiner Karriere“

Das 3:3 gegen Stuttgart verlangte Andrej Kramaric die volle Bandbreite der Emotionen ab. Der Euphorie über den neuen Vertrag und zwei Tore folgte der Schock und bittere Enttäuschung. Der Kroate spricht über …

Hoffenheims Star zwischen Triumph und Tragik

… seine Emotionen: „Das ist der vielleicht schwierigste Moment in meiner Karriere. Ich habe nicht so oft solche Spiele erlebt. Ich habe schon viel auf dem Platz und auch im Fernsehen gesehen, aber so ein Spiel, das war schon wahnsinnig, sehr unreif und sehr chaotisch. Wir haben ein super Spiel über 70 Minuten gemacht und wir waren in Überzahl – darüber werden wir auf jeden Fall reden. Es ist schwierig, etwas Cleveres zu sagen. Ich habe gehofft, dass wir heute ein bisschen mehr lachen, ein bisschen mehr feiern werden. Besonders ich, es hat alles wunderschön ausgesehen nach 70 Minuten – sehr schade.“

„Das war einfach ein Schock“

… seine Vertragsverlängerung: „Ich habe meinen Vertrag verlängert und bin unglaublich glücklich. Noch zwei Jahre, das ist das Einzige, was ich euch gerne sagen kann. Ich bin hier, ich bin glücklich, alle wissen das. Vielen Dank an alle für die Unterstützung. Ich habe gehofft, dass ich etwas mehr lachen werde, aber ich kann das heute einfach nicht genießen. Ich glaube, es wird schwierig, heute einzuschlafen. Ich wollte einfach das Spiel heute genießen, aber im Fußball ist es nicht genug, 70 Minuten gut zu spielen.“

… die Ohnmacht nach seiner Auswechslung: „Ja, das war einfach ein Schock. Aber ich würde nicht sagen, dass es nur das Gegentor in den letzten Sekunden war, denn den letzten 15 Minuten gab es die ganze Zeit Situationen, in denen wir einfach Tore hätten kassieren können und das sehr schlecht gemacht haben. Das ist das, was mich sauer macht und schockiert. Nicht dieses Tor, weil das war einfach nur eine Frage der Zeit, wann das passieren wird. Wie wir mit der Situation umgegangen sind, mit dem Ballbesitz, was wir nach vorne gespielt haben, das war sehr unreif.“

„Wir drücken auch Bayern und Freiburg die Daumen“

… seine Fehleranalyse: „Jeder Spieler wollte unbedingt den letzten Torschuss haben, ehrlich gesagt, ich habe selten in meiner Karriere so ein Spiel gesehen, besonders von uns. Das Problem war aus meiner Sicht, es waren 30000 Leute da, es war laut, es war heiß, alle waren müde. Ich glaube, fast 90 Prozent der Spieler auf dem Platz haben einfach falsche Entscheidungen getroffen. Und dann war es die Frage, warum es keiner erkannt hat. Warum, weil im Spiel läuft alles sehr schnell. Wir sehen das jedes Wochenende so. Aber so ein Spiel wirst du vielleicht in zehn Jahren noch mal haben. In den letzten 20 Minuten mit einem Mann mehr auf dem Platz, und du kämpfst um die Champions League, so ein wichtiges Spiel, ich glaube, es ist schwierig, dass das noch mal passieren wird. Aber das ist Fußball. Manchmal bekommst du etwas, manchmal musst du es dem Gegner geben.“

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… Hoffenheims Champions-League-Chancen: „Ja, wir haben immer noch Chancen, aber es liegt nicht mehr in unseren Händen. Mit drei Punkten heute wäre das fast eine unglaublich schöne Situation gewesen, zu Hause gegen Bremen zu spielen, auswärts gegen Gladbach. Keine Ahnung, hoffentlich werden Stuttgart und Leverkusen beide irgendwo noch Punkte verlieren. Und natürlich drücken wir dem FC Bayern und Freiburg die Daumen, dass sie noch etwas holen in Europa, denn vielleicht werden wir auch diesen fünften Platz brauchen.“

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