Zum Inhalt springen Zur Seitenleiste springen Zur Fußzeile springen

Kovac stellt Albert „viele Minuten“ in Aussicht

In seinem zweiten Pflichtspiel für die Profis durfte Mathis Albert gleich über die volle Spielzeit ran. Niko Kovac lobte den 17-Jährigen, der sich für weitere Einsätze bei den Profis empfahl. Doch auch sein neuer Konkurrent Ethan Nwaneri steht kurz nach der Ankunft schon bereit.

Nwaneri im BVB-Crashkurs

Für Fünftliga-Torwart Jannik Schoon war es das große Highlight des Pokalabends am Dienstag beim 0:5 seines HEBC gegen Borussia Dortmund. Einen Abschluss von Nationalspieler Lukas Nmecha lenkte der 26-Jährige mit einer sehenswerten Parade über die Latte, verwehrte dem Bundesligisten zumindest vorerst die Führung – und Vorlagengeber Mathis Albert seinen ersten Scorerpunkt im Profibereich. Den hätte sich der 17-Jährige bei seinem ersten Startelf-Einsatz für die Elf von Niko Kovac durchaus verdient gehabt. Zusätzlich zu Nmechas Chance legte der Flügelspieler noch zwei weitere Abschlüsse auf, versuchte es sogar sechsmal selbst. Doch für die Tore sorgten an diesem Abend andere.

Dennoch konnte der gebürtige US-Amerikaner in seinem zweiten Profispiel aus Sicht des Trainers die Chance über die vollen 90 Minuten nutzen. „Ich habe ihm das heute auch noch mal persönlich gesagt, dass ich sehr, sehr zufrieden mit seiner Leistung war“, betonte Kovac am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim. „Er hat genau das gemacht, was wir von ihm wollten“, lobte der Trainer und führte aus: „Er ist ein Eins-gegen-eins-Spieler. Einer, der draufgeht und versucht, den Gegner zu binden, teilweise auch im Eins-gegen-zwei.“

„Seine Leistung berechtigt ihn dazu, im Profikader zu bleiben und auf mehr Minuten zu hoffen.“ (Niko Kovac über Mathis Albert)

Fähigkeiten, mit denen sich Albert schon zeitnah berechtigte Hoffnungen auf weitere Chancen bei den Profis machen darf. „Wenn er so weitermacht, dann wird er viele Minuten in dieser Saison bekommen“, zeigte der Coach dem Youngster eine Perspektive auf. „Das, was ich am Dienstag gesehen habe, war sehr gut. Und es berechtigt ihn dazu, im Profikader zu bleiben und auf mehr Minuten zu hoffen.“

Wobei das oberste aller Gebote für Albert, der noch am Anfang seiner Entwicklung steht, ganz unabhängig von der Mannschaft, in der er spielt, die Spielpraxis bleibt. „Es wird auch immer wieder vorkommen, dass er vielleicht in der Youth League, beim Premier League International Cup oder in der zweiten Mannschaft spielt“, erklärte Kovac. „Es geht immer darum, dass er Minuten bekommt.“

Nwaneri ist „theoretisch und vielleicht auch praktisch“ bereit

Wie viele Minuten es letztlich bei den Profis werden, hängt neben Alberts Leistung auch an der der Konkurrenz. Mit Ethan Nwaneri ist kurz vor dem Ende des Transferfensters ein weiterer Spieler hinzugekommen, hinter dem sich Albert in den offensiven Halbräumen zunächst anstellen muss. „Er ist fit und könnte meines Erachtens theoretisch und vielleicht auch praktisch sofort spielen“, sagte Kovac über den 19-jährigen Engländer und hob dessen technische Fähigkeiten hervor, die er im Training bereits zeigte. „Natürlich müssen wir ihm jetzt in der Kürze der Zeit einen kleinen Crashkurs geben, wie wir im Ballbesitz und gegen den Ball arbeiten wollen. Aber dafür haben wir genug fähige Leute im Staff.“

Nur vier Tage nach seiner Ankunft könnte sich der als Ersatz für Giannis Konstantelias (Kreuzbandriss) geliehene Nwaneri in Sinsheim (Samstag, 15.30 Uhr) dennoch zunächst auf der Bank wiederfinden. Dann wohl neben Albert, der sich nach Kovacs lobenden Worten und durch die Rotsperre von Samuele Inacio mindestens Chancen auf die nächste Profi-Nominierung und vielleicht sogar seinen zweiten Bundesliga-Einsatz ausrechnen darf.

Hinterlasse einen Kommentar

0.0/5