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Kompanys England-Vergleich: „Wenn ich jetzt Schalke sehe …“

Vincent Kompany sieht Aufsteiger in der Bundesliga besser positioniert als in England – und warnt deshalb vor Schalke 04.

Bayern-Trainer über den Unterschied bei den Aufsteigern

Ein Spektakel wird es am Samstagabend ganz sicher geben. Vielleicht nicht so sehr auf dem Platz, wo der FC Bayern beim FC Schalke schon wirklich der turmhohe Favorit ist und sich eher die Frage stellt, mit wie viel Toren Vorsprung der Rekordmeister den Aufsteiger dieses Mal schlägt.

Auf den Rängen dagegen dürfen sich die Besucher in der Veltins-Arena und die Zuschauer am TV-Bildschirm auf eine besondere Atmosphäre einstellen, immerhin war dieser FC Schalke drei Jahre lang von der Bundesliga-Bühne verschwunden. Und da spielt es ja auch erst mal keine Rolle, dass diesem FC Schalke seit siebeneinhalb Jahren kein Treffer mehr gegen die Bayern gelang.

„Wir haben immer die Favoritenrolle, das dürfen wir aber nicht glauben“, erklärt FCB-Trainer Vincent Kompany. „Es geht immer wieder von Anfang an los. Keiner soll glauben, dass wir die guten Leistungen aus Osnabrück und gegen Stuttgart einfach mitnehmen.“ Die Schalker, warnt Kompany, „dürfen nicht hungriger sein als wir. Das ist immer die Priorität für mich.“

Sorgen um die Einstellung der Mannschaft müssen sich die Bayern-Bosse seit Kompanys Ankunft eigentlich nie machen, das hat der jüngste Auftritt im Pokal untermauert. Natürlich wissen Harry Kane, Michael Olise und Co. inzwischen selbst sehr gut, dass sie jeder Mannschaft in Deutschland deutlich überlegen sind, das ändert zumeist aber nichts am Hunger, auch Tor Nummer drei, vier oder fünf zu erzielen.

Aber Kompany wäre nicht Kompany, wenn er nicht voll des Lobes wäre für einen Gegner, der am ersten Bundesliga-Spieltag eine 0:3-Niederlage in Augsburg hinnehmen musste. Das liegt zum einen an den Schalkern selbst, zum anderen aber auch generell an den Aufsteigern in Deutschland, zumindest in Kompanys Augen. „Es ist jetzt meine dritte Saison in Deutschland“, erzählte der Belgier am Freitag. „Und ich glaube, dass der Schritt von der zweiten Liga in die erste Liga machbarer ist. Das kann man mit ein paar Transfers gut verkraften. In England ist der Unterschied hunderte Millionen groß.“

„Ich glaube persönlich nicht, dass die zu viele Probleme bekommen diese Saison.“ (Kompany über Schalke)

Er selbst muss es wissen, 2023 war er mit dem FC Burnley aus der Championship in die Premier League aufgestiegen und anschließend direkt wieder abgestiegen. Obwohl seine Clarets nach dem Transfersommer 2023 ein sattes Transferminus von 100 Millionen Euro in den Büchern stehen hatten. „Die Vereine, die dort hochkommen, müssen sofort 150 oder 200 Millionen in einem Transferfenster ausgeben“, findet Kompany und darf sich bestätigt fühlen, dafür genügt ja schon ein Blick zu Aufsteiger Ipswich Town in diesem Sommer. Während Vereine wie Manchester City sogar fast eine halbe Milliarde ausgeben.

Schalke war sparsamer als 21 Vereine aus der zweiten englischen Liga

„Wenn ich jetzt Schalke sehe … Man könnte nicht sofort sagen, dass das ein Aufsteiger ist“, sagt Kompany, obwohl Königsblau nicht mal drei Millionen Euro in neue Spieler investiert hat. Damit ist Schalke nicht nur in Deutschland der sparsamste Verein gewesen, sondern wäre auch in England auf dem drittletzten Rang nach Ausgaben gelandet – also in Englands zweiter Liga.

Kompany sieht trotzdem einen „schon stabilen“ Aufsteiger auf seine Mannschaft zukommen. „Das war in Augsburg natürlich schwierig, aber wenn man die Vorbereitung schaut und so … Ich glaube persönlich nicht, dass die zu viele Probleme bekommen diese Saison. Wahrscheinlich haben die sogar höhere Ziele irgendwann, bald. Das ist nicht so einfach in England. Wir spielen nicht nur gegen einen Aufsteiger, sondern gegen einen Bundesliga-Verein. Das ist immer schwierig.“ Natürlich.

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