Durch das 5:1 gegen den Dritten aus Hoffenheim ist der FC Bayern zurück in der Erfolgsspur. Das Ergebnis war letztlich eine Botschaft an die forsche Konkurrenz aus Dortmund – auch wenn nicht alles perfekt lief.
Bayern mit Statement an die Konkurrenz
Am Ende stand für den FC Bayern nach zuletzt zwei Spielen ohne Sieg mal wieder ein 5:1 auf der Anzeigetafel der Allianz-Arena. Beim Topspiel gegen die TSG Hoffenheim profitierten die Münchner aber auch von mehr als 70 Minuten Überzahl, infolge der harten Roten gegen Hoffenheims Kevin Akpoguma. Dennoch war das Endergebnis letztlich auch eins: Eine Botschaft an die Konkurrenz, allen voran aus Dortmund.
„Ich denke, wir wollen immer ein Statement zeigen“, machte auch Serge Gnabry nach dem Spiel bei DAZN klar. „Natürlich haben uns die Punkte, die wir liegen gelassen haben, wehgetan, nachdem wir ein echt gutes Polster gehabt haben.“ Der BVB war nach dem Sieg in Wolfsburg (2:1) über Nacht schließlich wieder auf drei Punkte an die Mannschaft von Vincent Kompany herangekommen – und hat in Person von Nico Schlotterbeck wie schon nach dem Sieg gegen Heidenheim in der Vorwoche Ambitionen auf den Titel angemeldet.
„Ich habe zum Glück ganz, ganz viel Erfahrung in dieser Situation, wo man am Schluss was gewinnen muss.“ (Vincent Kompany)
Bayerns Coach interessierte das aber herzlich wenig: „Ich sage, dass wir nur mit unserer Leistung beschäftigt sind und ich meine das auch so“, erklärte der Belgier. Gegen Hoffenheim hatte der FC Bayern offensiv ein überragendes Spiel abgeliefert, besonders Luis Diaz brillierte mit drei Toren und zwei herausgeholten Elfmetern. Dass die Münchner nicht noch öfter jubeln durften, lag auch an Nationaltorwart Oliver Baumann im TSG-Tor. Auf der anderen Seite hatten aber auch die Gäste aus dem Kraichgau genügend Chancen, um mehr als nur einen Treffer zu erzielen.
Kompany war mit dem Resultat dennoch zufrieden: „Viel mehr haben wir uns nicht gewünscht für dieses Spiel. Wir stehen, wo wir stehen müssen“, bekräftigte der frühere Weltklasse-Verteidiger. „Ich habe zum Glück ganz, ganz viel Erfahrung in dieser Situation, wo man am Schluss was gewinnen muss und da musst du einfach deinen Tunnel haben.“
Ganze Trainingswoche als Plus
So steht der FCB nach 21 Spielen wieder sechs Punkte vor Dortmund und distanzierte die formstarke TSG im direkten Duell auf zwölf Zähler. 79 Tore haben die Münchner in der laufenden Bundesligasaison nun bereits erzielt – satte 3,76 pro Spiel. „Die hören einfach nie auf. Das heißt, wenn es eine, zwei oder drei Minuten ein bisschen locker wird, dann sind sie sofort wieder da“, lobte Kompany sein Team.
Geholfen habe auch die Trainingswoche. Hatten die Bayern im Januar noch sieben Pflichtspiele in 20 Tagen bestritten, konnten die Stars nun acht Tage am Stück durchschnaufen. Zeit, die man dringend benötigt habe, betonte auch Doppelpacker Harry Kane: „In der letzten Woche hat man gesehen, dass es ein paar Spieler gab, die physisch an der Grenze waren, mit ein paar Krankheiten und so weiter.“ So hatte neben dem Engländer auch Kapitän Manuel Neuer unter der Woche kürzertreten müssen.
Ähnlich viel Zeit zum Ausruhen wie vor dem Hoffenheim-Spiel bleibt dem FCB nun aber nicht: Schon am Mittwoch (20.45 Uhr, LIVE! bei kicker) geht es im DFB-Pokal gegen RB Leipzig um den Einzug ins Halbfinale.

