Glück im Unglück für Gladbachs Daiki Hashioka. Eine längere Pause droht offenbar nicht. Wie es auf der Rechtsverteidigerposition jetzt weitergeht.
Nach dem schweren Zusammenprall in Leipzig
Die Bilder vom Zusammenprall mit Leipzigs Antonio Nusa ließen zunächst Schlimmes befürchten. Am Sonntag aber das Aufatmen – die Borussen konnten bei Daiki Hashioka Entwarnung geben. Nach zahlreichen Untersuchungen mit verschiedensten bildgebenden Verfahren (MRT, CT, Röntgen) am Samstagabend und weiteren Checks im Laufe des Sonntagvormittags konnte das Vorliegen einer schwereren Verletzung ausgeschlossen werden. Die Akutdiagnostik habe ergeben, dass der Japaner „von einer schwerwiegenden Verletzung der Halswirbelsäule verschont geblieben ist“, teilte der Klub mit. Auch habe Hashioka „keine neurologischen Ausfälle“.
Hashioka hatte Glück im Unglück. Ein Langzeitausfall des 27-Jährigen droht nicht. Kurzfristig jedoch müssen die Borussen wohl ohne den Rechtsverteidiger planen. Dass er nach dem schweren Crash schon gegen Aufsteiger Elversberg am Samstag wieder auflaufen kann, wird ausgeschlossen sein. In der kommenden Woche würden „weitere Kontrolluntersuchungen“ durchgeführt, heißt es von Vereinsseite. Wann Hashioka wieder ins Training einsteigen kann, ist offen.
Scally-Wechsel weiterhin möglich
Da sich Hashiokas Ausfallzeit voraussichtlich im Rahmen halten wird, steht die Tür für einen Abschied von Joe Scally in der laufenden Transferperiode weiterhin offen. Der US-Nationalspieler soll gehen und dem Klub noch eine ordentliche Millionen-Ablöse bescheren, bevor er sich ansonsten nach Vertragsende 2027 ablösefrei aus Gladbach verabschiedet.
Der Haken: Bis zum Wochenende hatte sich trotz einiger Interessenten nichts konkretisiert. Scally, der gerne nach England in die Premier League wechseln würde, bleibt in Wartestellung. Sollte sich auf den letzten Drücker ein zahlungskräftiger Abnehmer finden, würden die Borussen sicherlich grünes Licht für einen Wechsel erteilen.
Zieht es Scally vor Transferschluss doch noch weg aus Gladbach, müssten die Borussen personell auch nicht nachjustieren, sondern könnten intern mit einer Überbrückungslösung auf der Rechtsverteidigerposition ins nächste Spiel gehen, gegebenenfalls auch darüber hinaus. Ein möglicher Notfallplan: Der vielseitige Kevin Diks rückt vom Abwehrzentrum auf die rechte Seite. Dafür übernimmt dann der in der Vorbereitung überzeugende Jan Leszczynski die zweite Innenverteidigerposition neben Ko Itakura.
Mit Yukhym Konoplia indes ist nach der Länderspielunterbrechung im Anschluss an den vierten Bundesliga-Spieltag wieder zu rechnen. Der Ukrainer, im Sommer als neue Nummer 1 für die Rechtsverteidigerposition verpflichtet, hatte sich zu Beginn der Vorbereitung einen Innenbandanriss im Knie zugezogen.

