Am Mittwoch sickerte durch, dass der frühere Eintracht-Kapitän Christoph Spycher nicht in neuer Funktion als Sportvorstand an den Main zurückkehren wird. Warum? Das wird der Sportchef des BSC Young Boys zeitnah öffentlich mitteilen.
Frankfurts Suche nach dem neuen Sportboss
Wie Sky am Mittwoch zuerst berichtete, wechselt Christoph Spycher nicht von Bern nach Frankfurt. Der 48-jährige Sportchef des Schweizer Traditionsklubs BSC Young Boys sagte nach kicker-Informationen aus privaten Gründen ab. Intern erklärte Spycher schon zu Wochenbeginn, dass er in Bern bleibt. Wie der kicker aus dem Umfeld des Klubs erfuhr, will Spycher in den kommenden Tagen ein offizielles Statement abgeben. Dann dürften die Hintergründe seiner Entscheidung klarer werden.
Als mögliche Nachfolger von Markus Krösche werden weiterhin Marcel Schäfer (Leipzig) und Joti Chatzialexiou (Nürnberg) gehandelt. Der Vorstandsvorsitzende Axel Hellmann hatte am Samstag vor dem Spiel bei Borussia Dortmund gesagt: „Es gibt einen Kreis von drei Kandidaten. Ich bin ziemlich sicher, dass relativ schnell eine Entscheidung fallen wird.“ Zumindest Spycher hat seine Entscheidung nun getroffen, wobei bislang nicht bekannt ist, ob der Schweizer der Top-Kandidat in Frankfurt war.
Gespräche mit Chatzialexiou?
Der kicker berichtete bereits in der vergangenen Woche, dass Schäfer zum Kandidatenkreis zählt. Der 42-Jährige, der aus Aschaffenburg stammt, arbeitet bei RB eng mit Sebastian Schuppan zusammen. Nicht ausgeschlossen, dass Schuppan (40), der aktuell als Sportlicher Leiter in Leipzig tätig ist, Schäfer ebenfalls nach Frankfurt folgen könnte. Auch zu Johannes Spors, der seit Februar 2025 als Sportdirektor beim englischen Zweitligisten FC Southampton tätig ist, gab es Kontakt. Der Hessische Rundfunk teilte am Mittwoch mit, dass der Präsident und Aufsichtsratsvorsitzende Mathias Beck bereits mit Chatzialexiou gesprochen habe. Wie der kicker am Nachmittag aus Vereinskreisen erfuhr, gibt es intern aber noch keinen Beschluss darüber, wer der Krösche-Nachfolger werden soll. Was sich jederzeit ändern kann.
Vielleicht taucht auch noch ein Mister X auf. So wie bei der Trainersuche Anfang des Jahres, als Albert Riera wie Kai aus der Kiste kam. Die Suche des Krösche-Nachfolgers obliegt dem Aufsichtsrat, genauer gesagt dem dreiköpfigen Hauptausschuss des Gremiums mit Präsident Beck an der Spitze, Aktionär Sven Janssen und Notar Felix Wirmer. Man darf aber getrost davon ausgehen, dass auch Vorstandsboss Hellmann bei der Besetzung dieses wichtigen Postens ein Wörtchen mitredet.

