Zum Inhalt springen Zur Seitenleiste springen Zur Fußzeile springen

Im Ranking abgerutscht: Querfeld muss sich bei Union neu beweisen

Leopold Querfeld war in den finalen Spielen der vergangenen Saison außen vor. Unter Trainer Mauro Lustrinelli beginnen aber alle wieder bei Null.

Nur Platz für zwei Innenverteidiger

Saison für Saison gehörte Union Berlin in den vergangenen Jahren zu den Klubs, die in der Bundesliga mit den ältesten Kader gestellt haben. Vor allem Ex-Trainer Urs Fischer vertraute während seiner erfolgreichen Ära (Juli 2018 bis November 2023) eher den arrivierten Akteuren als den Jungspunden. Doch die Altersstruktur hat sich zuletzt ein wenig gewandelt, so haben die Eisernen mittlerweile einige talentierte Spieler in ihren Reihen. So zum Beispiel Leopold Querfeld, der seit seiner Verpflichtung im Sommer 2024 seinen Marktwert gehörig steigerte und damit irgendwann zu einem Abgang werden könnte, der ordentlich Geld in die Kassen der Köpenicker spült.

Der Innenverteidiger löste in seiner Anfangszeit nach nur wenigen Spielen Routinier Kevin Vogt als zentralen Part der Dreierkette ab und entwickelte sich zu einer Art Abwehrchef. Vor allem in den direkten Duellen – egal ob am Boden oder in der Luft – spielte der 1,91 Meter große Österreicher seine Robustheit und sein Durchsetzungsvermögen aus, behielt in den Zweikämpfen so meistens die Oberhand. Außerdem steigerte sich der 22-Jährige sukzessive bei seinen Zuspielen, wurde dabei präziser und mutiger.

Querfeld leistete sich zu viele Fouls

Doch im letzten Drittel der zurückliegenden Spielzeit fiel Querfeld plötzlich in ein Leistungsloch. Der Abwehrmann leistete sich einige Unsauberkeiten bei seinen Pässen und verursachte vermehrt einfache Fouls durch stümperhaftes Zweikampfverhalten im und rund um den Strafraum. Auf diese Weise kassierten die Berliner einige Freistöße und Elfmeter gegen sich. Auch deswegen wurde der gebürtige Wiener in den finalen drei Partien gar nicht mehr eingesetzt, zudem platzte sein Traum von der Weltmeisterschaft.

Nun, unter dem neuen Trainer Mauro Lustrinelli, bekommt Querfeld eine neue Chance. Er muss sich aber auch neu beweisen, um seinen Stammplatz zurückergattern zu können. Allerdings gibt es ab sofort nur noch Platz für zwei Innenverteidiger, da der Schweizer sein Team in einem 4-4-2 oder 4-2-3-1 aufstellt. Und eine andere Position kann Querfeld nicht bekleiden, genauso wenig wie seine Konkurrenten Stanley Nsoki sowie die beiden Neuzugänge Marvin Friedrich und Zeno van den Bosch.

Nur zwei Innenverteidiger unter Trainer Lustrinelli

Erstgenannter dürfte – auch aufgrund seiner ständigen Verletzungen – die schlechtesten Karten haben, ein Startelfmandat zu ergattern. Friedrich dagegen kennt den Verein bestens aus seiner Zeit (Januar 2018 bis Januar 2022), hatte damals einen großen Anteil am Aufstieg. Und van den Bosch kam vor einem Monat mit vielen Vorschusslorbeeren nach Berlin, wird sich nach seinem Wechsel aus Antwerpen nicht damit zufrieden geben, die dritte Geige zu spielen. Daher muss Querfeld dringend abliefern, wenn er im Ranking wieder weiter oben stehen möchte.

Denn klar ist auch: Die beiden Innenverteidiger, die in den ersten Pflichtspielen ab Ende August das zentrale Duo in der Viererkette bilden, werden logischerweise die besten Karten haben, im weiteren Verlauf auf ihre Einsätze zu kommen, da im Deckungszentrum eher selten getauscht wird. Eigentlich nur, wenn ein Spieler sich indisponiert präsentiert. Und das musste Querfeld schließlich am eigenen Leib erfahren.

Hinterlasse einen Kommentar

0.0/5