Hoffenheims Trainer Christian Ilzer ist mit seiner nach zwei unnötigen Niederlagen verunsicherten Mannschaft gegen den VfB Stuttgart gefordert. Wie der Coach einen kompletten Fehlstart in die Bundesligasaison verhindern will.
Asllani gegen Stuttgart vor Kader-Rückkehr
Da wird das Sinsheimer Publikum am Samstagnachmittag womöglich gleich zwei alte Bekannte wieder begrüßen können. Denn neben dem nach Stuttgart abgewanderten Rückkehrer Grischa Prömel könnte gegen den VfB auch erstmals wieder Fisnik Asllani im Hoffenheimer Aufgebot stehen. Der Stürmer nähert sich nach dem gescheiterten Wechsel nach Leipzig immer mehr dem Comeback für Hoffenheim.
„Er ist absolut eine Option für einen Kaderplatz“, bestätigte Trainer Christian Ilzer am Freitag, „wir haben einen sehr ausgeglichenen Kader, alle bis auf Alexander Prass sind fit.“ Ilzer wählte sicher ganz bewusst den Begriff Option und ließ es letztlich aber offen, ob Asllani gegen Stuttgart tatsächlich schon wieder auf der Bank sitzen wird. Jedenfalls scheint der 24-Jährige auf einem guten Weg zurück zu sein, schon unter der Woche hatte Sportgeschäftsführer Andreas Schicker betont, dass Asllani fast alle Trainingsinhalte hatte mitmachen können. Man darf gespannt sein.
Ilzer: „Müssen das Gesamtpaket mit mehr Reife auf den Platz bringen“
Prömel dagegen soll erst einen herzlichen Empfang, dann aber Hoffenheims ganze Härte zu spüren bekommen. „Auf Grischa als Menschen freue ich mich immer, als Spieler ist er unser Gegner, der uns wehtun kann, wir kennen ihn ja. Da haben die Stuttgarter schon keinen so schlechten Fang gemacht“, erläuterte Ilzer und ergänzte: „Wir werden auch ihm zu spüren geben, dass es richtig eklig ist, gegen die TSG zu spielen, das soll auch Grischa fühlen.“
Insgesamt steht die TSG vor einer ziemlichen Herausforderung. Denn Stuttgart reist gestärkt nach den Siegen gegen Köln und Stavanger an, zudem muss Hoffenheim die Rückschläge wegstecken, ohne sich die Stärken zu nehmen. „Es geht immer um Ergebnisse. Wir haben über Vieles gesprochen, aber es gilt nun auch Dinge umzusetzen“, betont Ilzer, „das Spiel gegen den BVB war der Beweis, wir können Spitzenlevel bringen, das tat der Mannschaft gut. Trotzdem haben wir Phasen, die uns das Ergebnis nehmen.“
Die gelte es nun dringend abzustellen. „Wir haben gezeigt, dass wir diese Gegner absolut fordern und vor Probleme stellen können“, so Ilzer, „es fehlt, dass wir das Level auch noch durchgängig halten können. Und die Kontrolle behalten. Unseren Weg dürfen wir nicht anzweifeln und wollen ihn genauso weitergehen. Aber einen Schritt weiter kommen. Wir dürfen nicht den Mut verlieren, denn wir brauchen mutigen Fußball. Aber wir müssen das Gesamtpaket mit mehr Reife auf den Platz bringen.“

