Seit Monaten zieht sich der Poker um eine Vertragsverlängerung von Dayot Upamecano beim FC Bayern, der andernfalls im Sommer ablösefrei wechseln könnte. Nun äußert sich der Ehrenpräsident.
Bayern-Ehrenpräsident exklusiv
Seit Tagen halten sich in diversen Medien Spekulationen, wonach der FC Bayern Dayot Upamecano und dessen Berater ein Ultimatum gesetzt habe. Fakt ist, dass der französische Innenverteidiger nicht mehr lange Zeit bekommt, das vorliegende Angebot anzunehmen, ansonsten ziehen es die Münchner zurück. In den kommenden Tagen dürfte eine Entscheidung fallen.
„Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn Dayot Upamecano sich für einen Verbleib beim FC Bayern entscheiden würde“, sagte Ehrenpräsident Uli Hoeneß dem kicker am Sonntagvormittag am Telefon, nachdem er tags zuvor die Reise nach Hamburg mitgemacht und sich das 2:2 seiner Bayern beim HSV live vor Ort angeschaut hatte. Oft sieht man den 74-Jährigen bei Auswärtsspielen nicht mehr.
Zu Upamecano hat er eine eindeutige Meinung: „Ich weiß, dass er und seine Familie sich in München sehr wohlfühlen. Ich fürchte jedoch, dass seine Berater alles tun werden, um ihn aus München wegzulotsen“, sagt Hoeneß. Demnach überlasse der Nationalspieler den Beratern die Gespräche und sei bei diesen selbst nicht anwesend.
Deftige Worte für die Berater
Nachdem der FC Bayern sich bei Upamecano wirtschaftlich gestreckt hat, Handgeld und Ausstiegsklausel wohl nach dem Willen der Spielerseite enthalten sind, üppiges Beraterhonorar ohnehin, versteht Hoeneß das Gebaren der Berater nicht. „Über dieses Verhalten bin ich entsetzt“, legt er nach. Die Verantwortlichen des FC Bayern wollen in den kommenden Tagen das direkte Gespräch mit dem Spieler suchen, der sich entscheiden muss.
Der 27-Jährige wechselte 2021 für eine Ablöse von rund 42 Millionen Euro von RB Leipzig nach München, entwickelte sich von einem Unsicherheitsfaktor mit zu vielen Fehlern zu einem der besten Verteidiger auf dem internationalen Markt. Umso bitterer wäre für den Rekordmeister ein ablösefreier Abgang – wie schon im Fall Leroy Sané bei einem Spieler, der einst für viel Geld kam.
Bei Guerreiro stehen die Zeichen auf Abschied
Insofern ist der Fall auch anders gelagert als beim feststehenden Abschied von Leon Goretzka, der 2018 ablösefrei von Schalke kam und dessen Vertrag nun nicht verlängert wird. Die Zeichen klar auf Abschied stehen auch bei Raphael Guerreiro, der vor drei Jahren ohne Ablöse aus Dortmund kam und dessen Vertrag ebenfalls ausläuft.

