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Hoeneß tritt gegen Tuchel nach: „Er fragte Stanisic, ob er Deutsch kann“

Uli Hoeneß hat in einem Podcast kein gutes Haar an Thomas Tuchels Bayern-Amtszeit gelassen – und Kritik an Bundestrainer Julian Nagelsmann geübt.

Bayern-Ehrenpräsident kritisiert Nagelsmann

Schon an diesem Wochenende könnte Vincent Kompany der erste Bundesliga-Trainer seit Hansi Flick (2020 und 2021) werden, der einen Meistertitel verteidigt. Thomas Tuchel hatte das 2023/24 klar verpasst, als der FC Bayern hinter Bayer Leverkusen und dem VfB Stuttgart nur Dritter geworden war. Danach war seine Amtszeit beendet – mit der Uli Hoeneß offenbar bis heute nicht ganz abgeschlossen hat.

Am Freitag trat der Ehrenpräsident des FCB im Podcast „Auf eine weiß-blaue Tasse“ von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder gegen Tuchel verbal nach. Während Kompany „jeden Spieler besser“ mache und bei öffentlichen Auftritten weder seine Mannschaft kritisiere noch neue Spieler fordere, sei das unter Tuchel ganz anders gewesen.

„Wenn da nicht gut gespielt wurde, hat er sich nie selbst hinterfragt, sondern da war immer die Mannschaft schuld“, behauptete Hoeneß rückblickend. Bei Tuchel, inzwischen erfolgreicher Trainer der englischen Nationalmannschaft, habe es damals geheißen: „Der rechte Verteidiger, mit dem geht es nicht. Kimmich ist auch nicht so ein guter Spieler, und den Gravenberch – der jetzt in Liverpool spielt – kann ich überhaupt nicht gebrauchen.“

Und „den Stanisic hat er mal gefragt, ob er Deutsch kann, dabei ist er hier geboren“, plauderte Hoeneß aus. „Das sind alles Dinge, die nicht gehen, und da ist der große Unterschied.“

Hoeneß kritisiert Nagelsmann: „Das Thema Neuer hätte ich ganz anders angepackt“

Kritik übte der 74-Jährige bei seinem Auftritt auch am Bundestrainer. „Bei Julian Nagelsmann ist oft die Gefahr, dass viele Dinge in den Medien zerredet werden“ – etwa bei der Personalie Manuel Neuer, dessen mögliche WM-Teilnahme über Monate immer wieder thematisiert worden war. „Dieses Thema hätte ich ganz anders angepackt“, erklärte Hoeneß. „Ich hätte ganz klar gesagt: Wir spielen jetzt mit Baumann oder mit Nübel oder wem auch immer, und wir warten ab, wie die Entwicklung ist. Weil Manuel Neuer hätte man ohne das Theater auch noch vier Wochen vor der WM nominieren können und der hätte gespielt wie einst im Mai.“

Bei Nagelsmann bestehe die Gefahr darin, „dass er viel zu viel Dinge über die Medien macht“, weshalb Hoeneß rät: „Du musst deine Probleme heute intern lösen.“

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