Beim Nachbarschaftsduell des VfB Stuttgart bei der TSG Hoffenheim geht es für beide Klubs um viel Geld. Die Schwaben bewegen sich zwischen Leichtigkeit und Spannung und dürfen erneut auf großen Support hoffen, der auch bei den Spielern gut ankommt.
Großer Support in Hoffenheim
Kurz vor dem Ende der Saison macht es auch für die Verantwortlichen beim VfB Stuttgart keinen Sinn mehr, drumherum zu reden. „Es kann nur noch um die Champions League gehen, alle anderen Ziele haben wir erreicht“, sagte entsprechend auch Trainer Sebastian Hoeneß am Donnerstagnachmittag auf der Pressekonferenz vor dem Duell bei der TSG Hoffenheim (Samstag, 15.30 Uhr, LIVE! bei kicker).
„Ist doch klar, dass wir in die Champions League wollen, das haben wir vor zwei Jahren erlebt, wie schön es ist, in den größten Stadien gegen die besten Teams der Welt zu spielen“, so der 43-Jährige. „Wir können noch ein ganz fettes i-Tüpfelchen draufsetzen und aus einer Leichtigkeit heraus agieren.“
Die Schwaben haben es als Viertplatzierter selbst in der Hand und spielen noch gegen die drei Teams auf den Plätzen fünf (Hoffenheim), sechs (Leverkusen) und sieben (Frankfurt) an den letzten drei Spieltagen. Neben der TSG schielt auch noch Bayer 04 auf Platz vier. Womöglich wird ja auch der fünfte Platz zum Erreichen der Königsklasse reichen. Für die Vereine geht es um einen dreistelligen Millionenbetrag, der zwischen Europa und Champions League liegt.
Prömel entgeht Konflikt durch Gelbsperre
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„Wir müssen unser bestes Gesicht zeigen, das haben wir diese Saison oft genug gezeigt“, weiß Hoeneß um die Stärke der Kraichgauer in dieser Spielzeit. Fehlen wird übrigens Grischa Prömel, der sich beim HSV die fünfte Gelbe Karte abgeholt hat und damit einen Konflikt vermeidet. Denn der 31-Jährige steht vor einem Wechsel an den Neckar und muss jetzt nicht dafür sorgen, dass die TSG durch einen Sieg am Rivalen vorbeizieht, was Prömel selbst in der kommenden Saison die Teilnahme an der Königsklasse kosten könnte.
War die Gelbe Karte womöglich gar kein Zufall? „Dazu werde ich mich nicht groß äußern und möchte mich auch nicht an Spekulationen beteiligen“, hielt sich Hoeneß bei der Frage zurück. „Ich habe die Situation gar nicht so genau gesehen.“ Prömel sei jedenfalls ein wichtiger Spieler für die TSG, den man gerne im Kader habe.
Standardtraining beim VfB
Beim VfB gab es zuletzt Kritik am mageren Ertrag aus Standardsituationen, was Hoeneß ohne zu zögern auch direkt einräumte. „Da gibt es keine zwei Meinungen, da wollen wir mehr Impact und wir müssen effektiver werden“, so Hoeneß. „Daran haben wir diese Woche gearbeitet. Deswegen bin ich vorsichtig optimistisch, dass wir in dem Topspiel etwas entwickeln, was wir diese Saison schon hatten.“
„Die Unterstützung ist einmalig und absolute Spitze in Deutschland“
Daneben darf sich Stuttgart wieder auf großen Support der eigenen Fans freuen, die die letzten Auswärtspartien in Sinsheim schon zu Heimspielen gemacht haben. „Die Unterstützung ist einmalig und absolute Spitze in Deutschland, auch in Europa müssen wir uns da nicht verstecken“, lobt der Coach einmal mehr den Support. „Das sieht jeder in der Mannschaft so, deswegen spielen sie auch so gerne für den VfB Stuttgart. Deswegen gibt es auch so Aussagen wie von Jamie (Leweling, Anm. d. Red.): ‚Warum soll ich weg? Ich habe hier alles.‘ Wir werden dort gemeinsam auf dem Platz und den Rängen eine Wirkung erzielen.“
Die Qualifikation für die Champions League wäre dann auch eine gute Argumentationshilfe für den VfB im Transfersommer, wenn Spieler wie Angelo Stiller oder Jamie Leweling wieder im Schaufenster stehen.

