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Freiburg zahlt Rekordablöse für Bremens Backhaus – Werder zieht Option bei Hein

Auch die letzten Details sind nun geklärt: Der SC Freiburg verpflichtet Mio Backhaus und überweist für den als Nachfolger von Noah Atubolu auserkorenen Torhüter eine Rekordablöse nach Bremen. Die Werderaner ziehen derweil die Kaufoption bei Karl Hein.

Atubolu-Nachfolge geregelt

Was der kicker bereits angekündigt hatte, machten die Vereine am Samstag offiziell: Torhüter Mio Backhaus wechselt vom SV Werder Bremen zum Liga-Konkurrenten SC Freiburg. Der bisherige SC-Stammtorwart Noah Atubolu strebt einen Abschied an. Wohin es das Freiburger Eigengewächs ziehen wird, ist noch offen.

„Mio hat in seiner ersten Bundesliga-Saison eindrucksvoll nachgewiesen, auf welchem hohen Niveau er spielen kann. Seine ruhige und konzentrierte Art kann anstecken“, wird Vorstand Jochen Saier in einer Pressemitteilung des Sport-Clubs zitiert. „Er bedient alle Facetten des Torwartspiels, trägt viel Entwicklungspotenzial in sich und wird auch menschlich sehr gut in unsere Mannschaft passen. Mit Mio werden wir auch in Zukunft ein tolles Torwart-Trio haben.“

Der 22-Jährige ist dem Europa-League-Finalisten eine neue Rekordablöse wert: Die Basisablöse soll sich im Bereich von zwölf Millionen Euro bewegen, zudem sollen erfolgsabhängige Boni mit Werder vereinbart worden sein. Die bisherige Höchstmarke von zehn Millionen Euro hatte der SC 2020 für Mittelfeldspieler Baptiste Santamaria investiert.

„Es ist eine Türe aufgegangen, bei der ich das Gefühl habe, da passe ich genau durch“, sagte der deutsche U-21-Nationalkeeper über seinen Wechsel. „Das Gesamtpaket aus den Menschen, mit denen ich hier gesprochen habe, der Stadt, dem Stadion und dem Fußball, der in Freiburg gespielt wird, hat zu dieser Entscheidung geführt.“

Backhaus nutzt Chance nach Zetterer-Abgang

Backhaus kam 2018 von Alemannia Aachen zu Werder und durchlief anschließend sämtliche Jugendteams bei den Grün-Weißen. Auf dem Weg zur Nummer 1 musste er sich aber geduldig zeigen. Mit 19 Jahren ging es für den Deutsch-Japaner auf Leihbasis zum FC Volendam in die niederländische Eredivisie, wo er sich direkt als Stammtorhüter etablierte. Nach seiner Rückkehr zum SVW im Sommer 2024 gestaltete sich die Situation wieder anders, Backhaus saß bei allen Saisonspielen auf der Bank, an Stammhalter Michael Zetterer war für ihn kein Vorbeikommen.

Zetterers Abgang zur Frankfurter Eintracht im Sommer 2025 war schließlich die große Chance für Backhaus. Und das Torwart-Talent nutzte diese, spielte eine starke Bundesliga-Premierensaison und brachte es in 32 Einsätzen auf einen kicker-Notenschnitt von 2,88. Mit dem SC Freiburg darf er sich nun auf seine ersten Europacup-Spiele freuen.

Hein wird Backhaus-Nachfolger in Bremen

Bremen setzt derweil auf Karl Hein als neue Nummer 1. Wie die Hanseaten ebenfalls am Samstag mitteilten, hat der Verein die Kaufoption beim 24-Jährigen gezogen, der damit fest vom FC Arsenal wechselt. Die Kaufoption beträgt wohl drei Millionen Euro.

Der estländische Nationaltorwart (44 Länderspiele) kam im vergangenen Sommer auf Leihbasis von der Themse an die Weser und absolvierte als Backhaus-Vertreter zwei Bundesliga-Spiele (kicker-Note 2,0 beim 0:4 gegen Bayern und kicker-Note 3,0 beim 1:0 gegen St. Pauli). Im März war seine Saison aufgrund einer Daumenverletzung vorzeitig beendet, die er nach Vereinsangaben mittlerweile jedoch vollständig auskuriert hat.

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Zwar falle Werder der Abgang von Backhaus „sportlich wie menschlich nicht leicht“, wie Clemens Fritz, Geschäftsführer Fußball, erklärt, doch Hein habe bereits in der abgelaufenen Saison „nachgewiesen, dass er ein Torwart auf Top-Niveau ist. Daher freuen wir uns, dass wir auch in der kommenden Spielzeit mit einer starken Nummer 1 in die Saison gehen.“ Hinzu komme, dass das Angebot der Freiburger für Backhaus „sowohl für Mio sportlich einen hohen Anreiz besitzt, als auch für uns wirtschaftlich äußert lukrativ ist“, so Fritz weiter, „so dass alle Seiten positiv auf den Wechsel blicken können“.

Das gilt vermutlich auch für Hein. Die neue Nummer 1 der Hanseaten zeigte sich glücklich darüber, dass seine Zukunft weiterhin in Bremen liegt: „Werder ist einer der traditionsreichsten Klubs in der Bundesliga. Ich habe mich von Beginn an in Bremen und bei Werder wohlgefühlt und freue mich sehr, dass ich weiterhin ein Teil des Vereins sein darf.“

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