Eintracht Frankfurt überzeugt beim 3:0-Testspielsieg gegen Trabzonspor in Salzburg. Nach knapp zweiwöchiger Vorbereitung erkennt man bereits die Konturen der veränderten Spielweise unter dem neuen Trainer Adi Hütter.
Burkardt und Larsson treffen
Aus Salzburg berichtet Julian Franzke
Die imposante Salzburger Festung thront über dem kleinen Sportplatz des Salzburger Athletiksport Klub, wo sich die Eintracht am Sonntagnachmittag zum Kräftemessen mit Trabzonspor traf. Das Spiel fand offiziell ohne Fans statt. Da es nur eine überdachte Haupttribüne gibt, wäre eine Trennung der Fanlager kaum möglich gewesen. Die Eintracht bemühte sich im Austausch mit den Behörden vergeblich darum, dass das Spiel vor Fans stattfinden kann. Einige Dutzend Anhänger kamen dennoch und versammelten sich hinter einem Zaun gegenüber der Haupttribüne.
Sie sahen eine Eintracht, die vor allem in der Anfangsphase mit starkem Pressing überzeugte. Zunächst konnte sich Trabzonspor, Tabellendritter der vergangenen Saison, überhaupt nicht aus dem Klammergriff der Hessen befreien. Da war die Handschrift des neuen Trainers, der auf ein 4-2-2-2 setzte, schon sehr deutlich zu erkennen. Die Zeiten des endlos langen, ineffizienten Ballgeschiebes gehören unter dem Österreicher der Vergangenheit an.
Hugo Larsson nach einer kurz ausgeführten Ecke und Jonathan Burkardt per Strafstoß schossen eine 2:0-Pausenführung heraus. Danach wechselte Hütter einmal komplett durch, unter anderem kamen Mario Götze, Ansgar Knauff und Neuzugang Malik Pimpong in die Partie. Von Noel Aseko konnte man sich noch keinen Eindruck verschaffen. Der Neuzugang vom FC Bayern wird aufgrund von Knieproblemen langsam herangeführt.
Auch nach dem Wiederanpfiff dominierte Frankfurt das Geschehen – und erhöhte in der 57. Minute auf 3:0. Chibuike Nwaiwu bugsierte eine scharfe Hereingabe von Niels Nkounkou ins eigene Tor. Von Trabzonspor kam alles in allem nur wenig Gegenwehr, der Sieg geriet zu keinem Zeitpunkt in Gefahr. Das nächste Testspiel steigt am kommenden Samstag (17 Uhr) bei Waldhof Mannheim. Vielleicht sind neben Aseko dann auch bereits zwei weitere Neuzugänge am Ball: Sechser Raphael Onyedika (Club Brügge) und Innenverteidiger Otavio (Estrela Amadora) stehen kurz vor der Unterschrift bei der SGE.

