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El Mala über Befreiungsschlag und was ihm am Gladbacher Jubel missfallen hat

Said El Mala führte den 1. FC Köln mit seinem Tor zum 2:1 zum Derbysieg über Gladbach. Der 20-Jährige verriet anschließend, wie emotional das Spiel für ihn war – und welche Bedeutung sein Treffer hat.

Sorgen um Skhiri

„Ich habe noch nie auf ein Spiel so krass gebrannt. Es fühlt sich einfach unfassbar geil an, die Punkte bei uns zu lassen“, sagte Said El Mala nach dem Erfolg gegen Erzrivale Gladbach und stellte fest: „Derbysieger würde ich sagen.“ Dass er es auch noch war, der den entscheidenden 2:1-Siegtreffer erzielte, gefiel dem Nationalspieler noch besser. „Ich hatte in den letzten Wochen ein bisschen Scheiße am Fuß“, sagte er wohl mit Blick auf seine Torflaute der vergangenen Wochen. „Es war ein Befreiungsschlag, mir fiel ein Stein vom Herzen.“

El Mala bedauerte aber, dass er nur ein Tor gemacht hat, denn „ich hätte auch mit einem Hattrick nach Hause gehen können, wenn ich konsequenter gewesen wäre. Mich zeichnet aus, dass ich den Kopf nicht in den Sand stecke und weitermache.“ Sein sehenswerter Rechtsschuss aus 18 Metern war ein typisches El-Mala-Tor, von links nach innen laufen und abziehen. „Es ist mein Move, ich übe das jeden Tag und irgendwann zahlt sich das aus.“

Der Jubel in der 66. Minute nach dem 2:1 kannte jedenfalls keine Grenzen – und El Mala genoss das in vollen Zügen. „Unglaublich, wie die mich alle angeschrien haben“, sagte er mit Blick auf die Reaktion der Kölner Fans: „Das war einfach geil. Dafür spielt man Fußball.“

Er verriet auch, warum er dabei auch in Richtung Gladbacher gestikuliert hatte. Zuvor hatte ihm nämlich missfallen, dass die Fohlen das zwischenzeitliche 1:1 von Joe Scally vor der Kölner Kurve bejubelt hatten. „Ich habe gesehen, dass ein Gladbacher vor unserer Kurve gejubelt hat. Das geht gar nicht.“ Seine Geste war daher auch „eine kleine Quittung dafür, denn das macht man nicht vor unseren Fans, das gehört sich nicht.“

Abschließend meinte El Mala noch, dass die „Kabine auf jeden Fall noch abgerissen wird, das kann ich versprechen“, allerdings werde man den Derbysieg anschließend nicht mehr groß feiern, schließlich steht bereits am Freitag (20.30 Uhr) das nächste Spiel in Frankfurt an.

Sorgen um Skhiri

Einen Wermutstropfen gab es aus Kölner Sicht aber auch. Ellyes Skhiri verletzte sich nach einem harten Einsteigen von Florian Neuhaus und musste noch vor der Halbzeit raus. Der Tunesier begab sich umgehend zu weiteren Untersuchungen in eine Klinik. Ein Ausfall würde die ohnehin schon großen Personalsorgen der Kölner vergrößern.

Sorgen bereiteten auch die Gladbacher Fans, die nach El Malas Tor randalierten und teilweise Leuchtraketen in die Kölner Zuschauerränge schossen. Plexiglas-Trennscheiben wurden zerstört und das Spiel wurde für wenige Minuten unterbrochen, ehe die Polizei wieder für Ordnung sorgte. „Das gehört nicht ins Stadion“, betonte Gladbachs Sportchef Rouven Schröder und kündigte eine Aufarbeitung an.

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