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Dritter Japaner im Anflug auf St. Pauli

Am Dienstagabend gegen RB Leipzig hatte Ricky-Jade Jones mit Tempoläufen Gefahr erzeugt und der für den Engländer eingewechselte Sturmkollege Martijn Kaars zum 1:1-Endstand getroffen. Dennoch ist ein weiterer Angreifer im Anflug: Taichi Hara, ein 26-jähriger Mittelstürmer aus der J-League.

Angreifer Hara soll das Sturmproblem lösen

Taichi Hara soll die Japan-Fraktion beim Kiez-Klub erweitern. Im Sommer war Mittelfeldmann Joel Chima Fujita gekommen und hat auf Anhieb eingeschlagen, im Winter wurde mit Verteidiger Tomoya Ando ein Innenverteidiger verpflichtet, der gegen RB Leipzig ein äußerst beachtenswertes Startelf-Debüt feierte (kicker-Note 2,5) – nun soll auch für den dritten Mannschaftsteil ein Japaner kommen.

Haras Klub Kyoto Sanga verkündete den Abschied des 1,91 Meter großen Angreifers bereits zur Wochenmitte. „Wir geben hiermit bekannt, dass Taichi Hara, ein Spieler unseres Vereins, das Team am Mittwoch, dem 28. Januar, verlassen wird, um die Formalitäten und Vorbereitungen für einen Wechsel zu einem ausländischen Verein zu erledigen. Wir werden weitere Informationen über die Zukunft von ihm bekannt geben, sobald eine endgültige Entscheidung getroffen wurde.“ Japanische Medien berichten, dass St. Pauli das Ziel des Angreifers ist. Sein Vertrag in der Heimat wäre am Monatsende ausgelaufen.

Hara hat in der J-League in 110 Partien 23 Treffer erzielt und 17 Tore vorbereitet, in der abgelaufenen Spielzeit waren es fünf Treffer und zehn Vorlagen bei 34 Einsätzen. Hamburg wird nicht der erste Versuch des Japaners in Europa. 2021 war er zunächst nach Kroatien zu NK Istra gewechselt, wechselte dann zu Deportivo Alaves und wurde von den Spaniern zwei Mal nach nach St. Truiden in Belgien verliehen, ehe er 2023 zurück in die Heimat gekehrt war.

Der Traum von Guilavoguis Heimkehr bleibt unerfült

Nun wird der nächste Anlauf für Hara erfolgen – für St. Pauli soll der Deal möglichst den Ausweg aus der Stürmermisere bedeuten. Schon zum Jahreswechsel hatten Sportchef Andreas Bornemann und Trainer Alexander Blessin deutlich gemacht, dass sie für den Angriff noch nachlegen wollen. Der Grund: Der mit vier Treffern beste Torschütze Andreas Hountondji fehlt mit einem Haarriss am Sprunggelenk, Mathias Pereira Lage ist noch ohne Torerfolg – und Kaars und Jones wechseln sich mit bislang noch nicht durchschlagendem Erfolg ab.

Bis zuletzt hatten am Millerntor noch vage Hoffnungen auf eine Rückkehr vom Morgan Guilavogui (RC Lens) bestanden. Ein Transfer des Vorjahres-Torjägers aber ist wirtschaftlich nicht darstellbar. Nun also ruht die Hoffnung auf einem Japaner. Die gemachten Erfahrungen mit seinen Vorgängern Fujita und Ando sind durchweg positiv.

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