Union Berlin ist nach dem erneuten Bundesliga-Klassenerhalt auf der Suche nach einem neuen Trainer – und befindet sich dabei nach kicker-Informationen in weit vorangeschrittenen Gesprächen mit Thuns Meistermacher Mauro Lustrinelli.
Nach Sensation in der Schweiz
Am Samstagnachmittag endete das besondere Kapitel mit Marie-Louise Eta als erster Cheftrainerin der Bundesliga-Geschichte mit einem bemerkenswerten 4:0-Heimerfolg gegen den FC Augsburg, der sich zumindest durch die Hintertür noch Hoffnungen auf Europa hätte machen können. Union Berlin aber muss sich jetzt um einen neuen Coach bemühen, Eta übernimmt zur kommenden Spielzeit schließlich den Posten als Cheftrainerin beim Frauenteam.
Und nach kicker-Informationen haben die Eisernen bereits intensiv ihre Fühler nach Mauro Lustrinelli ausgestreckt. Der 50-jährige Schweizer hat in seiner Heimat in dieser Saison für eine Sensation gesorgt. Mit Aufsteiger Thun düpierte er die namhafte Konkurrenz um Doublesieger FC Basel und die Young Boys Bern – und wurde in der ersten Saison direkt Meister. Der kicker erfuhr: Union befindet sich mittlerweile schon in Gesprächen mit dem Klub – Lustrinelli soll es sein.
„Offensiver und dynamischer“ Stil
Union sieht in dem 50-Jährigen einen geeigneten Kandidaten, um den Klub weiterzuentwickeln. Sehr gute Erfahrungen mit Schweizer Trainern machte der Bundesligist nicht zuletzt durch Urs Fischer, der Union in die Bundesliga und anschließend sogar bis in die Champions League führte.
Nun soll Lustrinelli möglichst eine ähnliche Ära prägen, wie es Fischer zwischen Sommer 2018 und November 2023 tat. Seinen Stil beschrieb er Mitte April im kicker-Interview selbst wie folgt: „Offensiv und dynamisch. Hohes Pressing, nach Ballgewinn wollen wir schnell und vertikal umschalten. Sobald es möglich ist, in den Rücken der Abwehr zu kommen, suchen wir genau das.“
Eine Marschroute, der bald Union Berlin folgt? Lustrinelli würde auch in der Hauptstadt probieren, seinen Stempel aufzudrücken. Vor seinem Engagement in Thun arbeitete er fünf Jahre sehr erfolgreich als U-21-Nationaltrainer in der Schweiz. Seine Ambition, „irgendwann in eine Top-5-Liga zu kommen“, verhehlte Lustrinelli im kicker-Interview nicht. Schon in diesem Sommer könnte es so weit sein.

