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„Der Junge macht Spaß“: Hoeneß sieht sich und den VfB wegen Pejcinovic bestätigt

Stolperstein Rostock? Denkste! Mit einer insgesamt hochsouveränen Darbietung löste der VfB Stuttgart die erste schwere Aufgabe der neuen Saison und zog in die 2. DFB-Pokal-Runde ein. Mittendrin: ein 21-jähriger Dreierpacker.

Zwei verletzungsbedingte Wechsel

Bewegungen auf engstem Raum in der Nähe von gleich sieben Gegenspielern, Flachschuss ins rechte Eck – und Tor in Minute 18. Dann nach Zuspiel von Deniz Undav eine clevere Bewegung gegen einen wegrutschenden Gegner, Schuss ins rechte obere Eck – und Tor in Minute 37. Zu guter Letzt noch die perfekte Lauerstellung als zentraler Stürmer bei einem Querpass von Josha Vagnoman, der souveräne Abstauber via Direktabnahme – und Tor in Minute 82. Die Krönung dabei: Das Ganze gelang Dzenan Pejcinovic in seinem ersten Pflichtspiel für den VfB Stuttgart.

Zugleich avancierte der Neue zum ersten Stuttgarter Dreierpack-Debütanten seit Adhemar 2001 beim damaligen 6:1 gegen 1. FC Kaiserslautern.

Der vor nicht einmal zwei Wochen für 25 Millionen Euro fest vom VfL Wolfsburg verpflichtete Angreifer, der an diesem Pokalabend bei Drittligist Hansa Rostock den Vorzug vor dem mit einem Wechsel zu Galatasaray in Verbindung gebrachten Ermedin Demirovic bekam, erlebte beim souveränen 4:0-Erfolg demzufolge einen traumhaften Einstand in neuem Dress.

Hoeneß lobt und lenkt nach Pejcinovic-Gala ein

Und zeigte sich direkt nach dem Schlusspfiff bescheiden. „Wichtig war, dass wir weitergekommen sind“, dachte der 21-Jährige am ZDF-Mikrofon zunächst nur ans Weiterkommen, um in Gedanken an seinen Dreierpack immerhin nachzulegen: „Ich freue mich extrem, so einen Start hinzulegen. Man zahlt das Vertrauen als Stürmer am besten mit Toren zurück – das ist mir heute ganz gut gelungen.“

Weit mehr war derweil den Aussagen von Sebastian Hoeneß zu entnehmen. Der Stuttgarter Trainer sah sich und das Management im Hinblick auf den verbuchten Dreierpack seines neuen Angreifers bestätigt, den hochtalentierten Pejcinovic an Land gezogen zu haben. „Ich kann nur sagen, dass wir uns sehr, sehr um ihn bemüht haben, weil die Überzeugung von Anfang an groß war. Er ist unser Wunschspieler gewesen, den wir uns schon sehr früh ausgeguckt und Kontakt aufgenommen haben“, holte Hoeneß dabei aus. „Er und wir haben nie einen Zweifel daran gelassen, dass wir das machen wollen. Das heute dazu ist natürlich ein super Start. Der Junge macht Spaß.“

„Aber“, so der Coach direkt einlenkend, „gerade jetzt ist es wichtig, die Füße auf den Boden zu lassen.“

Was das für den erst spät für den Dreierpacker gebrachten Demirovic bedeutet? Hoeneß dazu: „Ich will mich nicht an irgendwelchen Spekulationen beteiligten. Ich kann nur sagen, dass ‚Medo‘ für uns in den letzten zwei Jahren ein sehr wichtiger Spieler gewesen ist. Er macht Tore und ist ein absoluter Vollprofi. Aus Trainersicht würde ich ihn gerne behalten. Ich weiß aber, dass es auch noch eine andere Sicht bei solchen Dingen gibt – die wirtschaftliche. Deswegen warten wir einfach mal ab, was jetzt noch passiert.“

Was haben Nartey und Führich?

Ein wenig abgewartet werden muss auch noch bei zwei Startelfspielern. Denn sowohl Rechtsverteidiger Nikolas Nartey, der schon nach neun Minuten mit muskulären Problemen ausgewechselt worden war, als auch Chris Führich (68.) schritten angeschlagen vom Feld. Der VfB-Coach hoffe aber, dass bei Nartey keine Sehne betroffen und keine lange Ausfallzeit vonnöten sein wird – „wir gehen aber davon aus, dass es eine Muskelverletzung ist und dass wir hoffen, dass es nicht so schwer wird. Warten wir es ab.“ Gleiches gelte für Führich.

Genaueres wird jedoch erst nach intensiven Untersuchungen feststehen – und dann auch, ob die beiden für den Auftakt der 64. Bundesliga-Saison bei Meister Bayern München am Freitag (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker) eingeplant werden können.

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