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„Der Föhre hat seine komplette Nase verloren“: Heidenheimer Stolz nach dem Beinahe-Coup

Jonas Föhrenbach stand in München sinnbildlich für den Heidenheimer Kampfgeist. Der Verteidiger verletzte sich, spielte aber trotzdem durch. Was der Punkt in München wert ist, entscheidet die Konkurrenz – vielleicht schon am Sonntag.

Nasenbeinbruch bei Föhrenbach

Satte 25 Tore waren in fünf Duellen zwischen Heidenheim und dem FC Bayern vor dem 32. Spieltag gefallen. Die Bilanz sprach mit 18:7 und vier Siegen (eine Niederlage) also klar für den Rekordmeister. Und doch war es das Schlusslicht von der Brenz, das bis tief in die Nachspielzeit dem Dreier näher war. Erst dort prallte ein Distanzschuss von Michael Olise vom Pfosten gegen den Rücken von Keeper Diant Ramaj und von dort ins Tor.

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„Es ist wild, wenn man nach einem Spiel in München sagt: Es war viel mehr drin“, versuchte Kapitän Patrick Mainka das 3:3 in Worte zu fassen. „Wir haben heute alles auf dem Platz gelassen.“ Als Beispiel nannte der 31-Jährige, der in allen 100 Bundesliga-Partien der Heidenheimer auf dem Platz stand, seinen Verteidiger-Kollegen Jonas Föhrenbach. „Der Föhre hat seine komplette Nase verloren.“

Folgenschwerer Zusammenprall

Bei einer missglückten Rettungsaktion in der Nachspielzeit traf Ramaj mit der Hüfte das Gesicht seines Mitspielers. Der Verteidiger fiel dabei noch unglücklich auf den Hinterkopf und wurde minutenlang behandelt. Da sein Trainer Frank Schmidt schon alle Wechselfenster ausgereizt hatte, drohte dem Underdog eine Unterzahl, um die 3:2-Führung über die Zeit zu retten.

Föhrenbach schleppte sich schwer gezeichnet, mit einer Tamponage in der Nase zurück aufs Feld. Dort musste aber auch er tatenlos zusehen, wie die Bayern doch noch ausglichen.

„Die Nase ist durch“

Und für den 30-Jährigen kam es noch dicker, denn er erlitt einen Nasenbeinbruch. „Wenn man mich anschaut, sieht man, wie das später mal aussieht, wenn die Nase gebrochen ist. Die Nase ist durch“, berichtete Trainer Frank Schmidt bei Sky.

Nach dem Unentschieden bleibt der FCH weiter Letzter und droht nun am Sonntag auf dem sprichwörtlichen Sofa abzusteigen. Dort wird Schmidt selbst nicht sitzen, denn: „Ich habe morgen auch noch was anderes vor und bin leider nicht daheim. Wir schauen danach.“

Weil die Konkurrenz im Keller St. Pauli und Wolfsburg am letzten Spieltag aufeinandertreffen, wäre für den FCH bei einem Sieg der Kiezkicker am Sonntag gegen Mainz und einem Dreier der Wölfe in Freiburg der Gang in die 2. Liga nicht mehr zu verhindern.

  • So steigt Heidenheim schon am Sonntag ab

Zwischen Hoffen und Zuversicht

Mainka wusste unmittelbar nach Spielschluss noch nicht, wie er die Partien verfolgen werde, aber: „Morgen sind wir große Mainz-05- und SC-Freiburg-Fans.“

Auch wenn der späte Verlust von zwei Punkten „unfassbar weh“ tut, betonte Mainka: „Wer weiß, was der Punkt am Ende noch wert ist.“ Mehr wissen sie spätestens am Sonntagabend. Dann, wenn Schmidt auf sein Handy schaut. „Am liebsten wäre es mir, es kommen keine Nachrichten rein, dann weiß ich, es ist in den letzten zwei Spielen noch alles möglich.“ Für die Endspiele in Köln und gegen Mainz.

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