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„Das ist die Wahrheit“: Für Gosens schließt sich auf Schalke ein besonderer Kreis

Mit Robin Gosens hat Schalke nicht nur einen prominenten Namen an Land gezogen, sondern auch einen waschechten Schalke-Fan. Bei seiner Vorstellung sprach der 32-Jährige darüber, was der Transfer in ihm ausgelöst hat und was er sich bei Edin Dzeko wünscht.

32-Jähriger äußert seinen Dzeko-Wunsch

„Ich bin sehr stolz und unfassbar glücklich“, sagte Robin Gosens am Freitag bei seiner Vorstellung auf Schalke und betonte, dass sich durch seinen Wechsel zu Königsblau ein Kreis schließt. „Achtung, jetzt wird es kitschig“, startete er und erläuterte seine besondere Beziehung zu S04. Der 32-Jährige wechselt zunächst auf Leihbasis aus Florenz nach Gelsenkirchen zu seinem Herzensklub.

„Als ich mit sechs Jahren mit meinem Patenonkel die Stufen zur Arena hochgegangen bin, war für mich klar: Das möchte ich auch mal machen. Ich hatte zuvor nichts mit Fußball zu tun. Ihr könnt meinen Dad fragen, er hat mir die Pille hingeworfen und ich habe sie weggeschmissen, weil ich keinen Bock auf Fußball hatte. In dem Moment ist aber was mit mir passiert. Von da an war ich ein anderes Kind.“

Gosens sagte, dass erst Schalke dafür gesorgt habe, „dass ich angefangen habe, davon zu träumen, Profifußballer zu werden. Das ist die Wahrheit. Schalke hat mich zum Fußball gebracht und wird hoffentlich dafür sorgen, dass ich hier meine Karriere beenden darf. Ich habe nicht mehr großartig was vor. Für mich ist es der perfekte Ort. Dass sich dieses Kapitel heute schließt, ist für mich unfassbar groß.“ Zur Vertragsunterschrift hatte er dann auch gleich die ganze Familie mit – inklusive seiner Kinder, Eltern und der Schwägerin.

Zurück in der Heimat nach der Achterbahn der Gefühle

Gosens wuchs unweit von Gelsenkirchen in Emmerich am Niederrhein auf und war in den vergangenen Jahren immer mal wieder mit den Knappen in Verbindung gebracht worden, doch entweder war er zu gut oder Schalke zu schlecht – nun aber passte es, auch weil er in Florenz auf unschöne Art ausgemustert worden war. „Florenz hat mich auf blöde Art und Weise aus dem Kader geworfen. Das war das Zeichen“, sagte der Schienenspieler und bestätigte, dass es bereits im März den ersten Kontakt mit S04 gegeben hatte, verriet aber auch zugleich eine „Achterbahn der Gefühle“, da man näher an der Realisierung des Transfers dran war – „und dann wieder nicht“.

Nun aber stehe er da „als glücklicher Mann“- und gibt auch schon mal das Ziel für die kommende Saison aus. „Schalke gehört in die Bundesliga – mit der Größe und den Fans, soll und muss das Ziel sein, sich langfristig in der ersten Liga zu stabilisieren“, erklärte er und meinte, dass er dies dem aktuellen Kader auch zutraue. Und seine Rolle? „Ich habe meine ganze Karriere auf Mentalität, Disziplin und ‚Mehr machen als Andere‘ aufgebaut – das passt sehr gut hierher und passt auch sehr gut zu dem, was Miron (Muslic, die. Red.) vorlebt und Schalke letztes Jahr auch gemacht hat.“

Fleiß und Hunger auf Erfolge seien das Fundament des letztjährigen Erfolgs auf Schalke gewesen – „und diese Eigenschaften versuche ich mitzubringen, weil sie zu mir als Fußballer passen und wie ich als Mensch ticke“, erklärte Gosens. „Ich habe ein paar Jahre auf dem Buckel und Erfahrungen gesammelt. Die würde ich gerne mit reinbringen. Ich soll dabei helfen, die jungen Spieler mitzuziehen. Und durch den Fakt, dass ich selbst Schalke-Fan bin und die Mentalität verinnerlicht habe, weiß ich auch, was verlangt und gefordert wird.“

Gosens‘ Wunsch bei Dzeko

Dass er dann auch noch die Rückennummer 8 erhalten hat, sei die Kirsche auf der Sahnetorte, merkte der 32-Jährige an. „Mit der Nummer habe ich meiner Jugend gespielt und sie war meine Nummer, als ich in der zweiten niederländischen Liga Profi wurde, ich hatte sie bei Atalanta und bei Inter, sie hat eine besondere Bedeutung für mich, weil ich viel mit ihr verbinde“, so Gosens weiter.

Ob er mit Edin Dzeko auf einen alten Weggefährten und nach eigener Aussage Freund auf Schalke treffen wird, ist noch unklar. Der Bosnier hat noch immer nicht entschieden, wie er seine Karriere fortsetzen möchte. Zu Gosens gab es aber Kontakt. „Wir haben uns gestern gesprochen, als ich ihm ein Foto aus der Kabine geschickt und gesagt habe: Ich bin schonmal da, was ist mit dir?“, verriet der Schalker Neuzugang und betonte aber zugleich, dass Dzeko selbst für sich entscheiden müsse, was er machen wolle.

Wenn es jedoch nach Gosens ginge, würde der Stürmer bei S04 weitermachen. „Ich hatte das große Vergnügen, mit Edin bei Florenz und Inter zu spielen und würde mich drüber freuen, wenn ich einen Freund hier begrüßen darf. Mein persönlicher Wunsch ist es, dass es klappt.“

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