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Das Fazit zum FCA-Trainingslager: „Let’s go, ich habe ein richtig gutes Gefühl“

Zwei Wochen bleiben dem FC Augsburg, um sich für den Pflichtspielstart im DFB-Pokal bei Zweitliga-Aufsteiger Energie Cottbus in Form zu bringen. Was passt nach dem Trainingslager schon, wo hakt es? Wie sieht es beim Personal aus?

Hohe Kader-Qualität und Rückenwind

Aus Augsburgs Trainingslager am Achensee berichtet Frank Linkesch

Der sportlich fragwürdige 15:0-Test gegen den heillos überforderten österreichischen Regionalligisten SC Schwaz – vergleichbar mit dem Niveau eines deutschen Fünftligisten, wenn überhaupt – brachte keine Erkenntnisse, diese werden erst die Begegnungen mit Sassuolo Calcio an diesem Samstag und bei Leeds United in einer Woche bringen. Dazu bleibt bis Ende August die Ungewissheit, was auf dem Transfermarkt passiert. Dennoch darf der FC Augsburg vorsichtig optimistisch in seine 16. Bundesliga-Saison blicken.

„Ich könnte sagen: Let’s go, habe ein richtig gutes Gefühl“, sagte Geschäftsführer Michael Ströll am Mittwoch in einer Gesprächsrunde. Warum auch nicht? Auf der wichtigen Position des Cheftrainers könnte dank Manuel Baum Kontinuität einkehren, Coach und Klub passen zusammen. Anders als in den Vorjahren nimmt der FCA Rückenwind aus der alten Saison in die neue mit, die guten Leistungen und Ergebnisse aus dem Frühjahr machen Mut, daran anknüpfen zu können.

Auch, weil der Kader bis jetzt weitgehend unverändert geblieben ist, Sportdirektor Benni Weber und Ströll weitsichtig geplant haben. Cedric Zesiger (YB Bern) und Dimitrios Giannoulis (PAOK Saloniki) zog es in die Heimat, mit Calvin Brackelmann (Paderborn) und Hennes Behrens (Hoffenheim, zuletzt Heidenheim) standen ihre Nachfolger frühzeitig fest.

Die Qualität im Kader ist höher als vor drei, vier Jahren

Die Mannschaft kennt sich, ist eingespielt, die sprichwörtliche Chemie im Team scheint nach den Eindrücken zu stimmen. Baum schmiedet bei der Ausrichtung keine revolutionären Pläne, vielmehr will er das vertiefen, was die Mannschaft bereits gut kann. Und: Der FCA hat eine höhere Qualität im Kader als noch vor drei, vier Jahren, es gibt genügend Spieler mit einer interessanten Perspektive, die irgendwann weit über Augsburg hinaus reichen könnte: Anton Kade, Fabian Rieder, Han-Noah Massengo, Rodrigo Ribeiro, Hennes Behrens oder Noahkai Banks, um nur einige zu nennen.

Baum sagt, er sei kein großer Freund von zu vielen Wechseln, also dürfte sich zeitnah eine Stammformation bilden, die er von Woche zu Woche nur punktuell verändern wird. Im 3-4-2-1 bleibt Rieder auf der Doppelsechs, Massengo dürfte sein Nebenmann sein, flankiert von Behrens als linkem Schienenspieler und Robin Fellhauer als rechtem.

Kade sollte weiter vorne gesetzt sein, bis zu einem möglichen Abschied auch Alexis Claude-Maurice, der allerdings im Trainingslager mit Adduktorenproblemen nur individuell trainierte, ebenso wie Kapitän Jeff Gouweleeuw und Brackelmann. Im Sturm gibt es mit Gregoritsch, Ribeiro und Uchenna Ogundu genügend Optionen, je nach Gegner, Form und Spielausrichtung.

Baum benötigt die Zeit bis zum kniffligen ersten Pflichtspiel

Dahmen ist im Tor gesetzt, vor ihm sollte das auch für Chrislain Matsima gelten, sollte der Franzose nach dem geplatzten Transfer zu Crystal Palace nicht doch noch gehen. Mit Gouweleeuw, Brackelmann, Keven Schlotterbeck, Banks und Allrounder Yannik Keitel hat Baum auch hier genügend Auswahl.

Aufgrund der Blessuren und des verspäteten Einstiegs der WM-Fahrer um Rieder und Gregoritsch benötigt Baum die Zeit bis zum ersten Pflichtspiel, das Los Cottbus war eines der kniffligsten im Topf. Doch die Richtung stimmt, eine ähnliche Platzierung wie im Vorjahr unter den Top 10 scheint möglich.

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