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Das Ende einer unangehmen Serie – Seoane und „die Qualität des Balles“

Beim Duell mit Aufsteiger Hamburg musste die Gladbacher Borussia am Ende dieses 1. Spieltags mit einem 0:0 leben. Einem Ergebnis, dem Trainer Gerardo Seoane trotz Kritikpunkten auch Positives abgewann.

Gladbach startet mit Nullnummer

17:7 Torschüsse, deutlich über 500 gespielte Pässe (HSV bei deutlich unter 400), eine Passquote von 88 Prozent und 61 Prozent Ballbesitz: Angesichts dieser Zahlen hätte es nicht überrascht, wenn Borussia Mönchengladbach am frühen Sonntagabend einen 1:0-Heimsieg gegen den Hamburger SV eingestrichen hätte.

Denn am Ende musste die insgesamt in diesem Spiel dominante Elf vom Niederrhein eine Nullnummer im Duell mit dem Bundesliga-Rückkehrer, der selbst fast noch kurz vor Schluss einen 1:0-Sieg eingefahren hatte, notieren.

Reitz: „Das kann nur besser werden“

Was also hinderte die Gladbacher am Torerfolg? Führungsspieler Rocco Reitz, der gewohnt stabil mit Offensivdrang aufgetreten war, traf den Nagel im Gespräch mit DAZN auf den Kopf: „Es war sehr schwer durchzukommen, das Zentrum haben sie sehr gut dichtgemacht. Und wir haben es nicht hinbekommen, über die Außen an die Grundlinie zu kommen.“

Reitz ergänzte mit klaren Worten: „Wir haben einfach viel zu wenig Gefahr ausgestrahlt – und wenn du so wenig vors Tor kommst, dann kannst du auch schwer Tore schießen. Am Ende war das nicht zufriedenstellend, das kann nur besser werden.“

Sah auch sein Trainer Gerardo Seoane so: „Als Sportler bist du null zufrieden, wir sind alle resultatgetrimmt.“ Der Schweizer erkannte im Auftritt seiner Schützlinge jedoch auch positive Aspekte – unter anderem den Umstand, endlich mal wieder kein Gegentor kassiert zu haben.

Am 29. März, also vor fast genau fünf Monaten, war das beim 1:0-Heimsieg gegen Leipzig letztmals gelungen. Seither hatte es in acht Pflichtspielen stets mindestens einen Gegentreffer gegeben – so auch vor einer Woche beim mühsamen 3:2 im DFB-Pokal bei Oberligist Delmenhorst.

„Es war insgesamt eine disziplinierte Leistung von uns“, gab Seoane lobend zu Protokoll. „Wir haben sehr wenig zugelassen und das Spieldiktat an uns gerissen. Wir haben es nur nicht geschafft, gegen einen sehr kompakten Gegner die Räume zu finden, um schlussendlich zu scoren.“ Ein Grund dafür sei dem Schweizer zufolge aber auch fehlende Präzision bei Flanken oder Steckpässen: „Es hat schon die Qualität des Balles gefehlt.“

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