Am Ende hat es ganz knapp nicht zum Punktgewinn beim FC Bayern gereicht. Dennoch herrscht nach dem 2:3 in München ein positives Gefühl bei Eintracht Frankfurt vor, wie Jonathan Burkardt unterstrich. Der Stürmer feierte nach langer Pause sein Comeback – und war maßgeblich an der Aufholjagd beteiligt.
Ansprechendes Comeback in München
„Es hat Spaß gemacht, wieder auf dem Platz stehen zu können. Ich bin sehr glücklich, dass es jetzt vorbei ist“, gab Jonathan Burkardt sichtlich befreit bei Sky zu Protokoll, obwohl Eintracht Frankfurt gerade in München verloren hatte. Doch der Auftritt des 25 Jahre alten Stürmers passte ins Bild, das die Frankfurter beim Liga-Primus gezeigt hatten – zumindest in den zweiten 45 Minuten.
Hatte die SGE vor der Pause gegen klar überlegene Münchner kein Land gesehen und verdient mit 0:2 zurückgelegen, zeigte sie nach Wiederanpfiff ein ganz anderes Gesicht – und holte beinahe noch einen 0:3-Rückstand auf. Auch wenn es am Ende nicht zum Punktgewinn reichte, darf der Auftritt in München Mut machen. Auch, weil Burkardt mit seiner langersehnten Rückkehr nach einer im November erlittenen Muskelverletzung in der Wade am Samstag die erhofften Offensivakzente setzte und Lust auf mehr machte.
Bereits zwei Minuten nach seiner Einwechslung hatte Burkardt ein Tor auf dem Fuß, lediglich der Pfosten stand dem zwischenzeitlichen 1:2 im Weg. „Ja, der tut weh“, gestand Burkardt, der nach einem Foul Harry Kanes dann vom Elfmeterpunkt doch noch sein neuntes Saisontor erzielte, ehe der ebenfalls eingewechselte und umtriebige Arnaud Kalimuendo mit dem Tor zum 2:3 die heiße Schlussphase einläutete. „Ich glaube, wir waren sehr nah dran. Wir haben es wirklich gut gemacht in der zweiten Hälfte. Deswegen ist es schade, auch wenn wir wahrscheinlich verdient verlieren. Wenn man am Ende so nah dran ist, hätte man gerne ein Unentschieden mitgenommen.“
Nichtsdestotrotz überwiegt beim Nationalstürmer die Freude über die Rückkehr auf den Platz. „Krafttechnisch fehlt mir für 90 Minuten noch ein bisschen was“, weiß Burkardt. „Aber von der Spritzigkeit, der Fitness und vom Körper fühle ich mich sehr gut.“
„Ich glaube, wir haben gesehen, dass unser Spiel gegen jeden Gegner gut funktioniert, wenn wir es durchziehen.“ (Jonathan Burkardt)
Und auch die Entwicklung unter dem neuen Trainer Albert Riera imponiert dem ehemaligen Mainzer. „Ich glaube, wir haben gesehen, dass unser Spiel gegen jeden Gegner gut funktioniert, wenn wir es durchziehen. Das war schon eine wichtige Erkenntnis heute. Wir haben zu spät reingefunden in das Spiel, aber man kann viel Positives mitnehmen. Selbst am Ende haben wir viel Ruhe am Ball und ein gutes Positionsspiel.“
Gleichwohl sieht er weiteres Verbesserungspotenzial. „Wir brauchen dafür natürlich eine Sauberkeit und müssen uns immer wieder anbieten. Das war am Anfang nicht ganz so da wie jetzt am Ende. Aber ich glaube, es sind schon jetzt Fortschritte in den ersten Wochen zu sehen.“ Fortschritte, die es am nächsten Sonntag (17.30 Uhr, LIVE! bei kicker) gegen den SC Freiburg nun zu bestätigen gilt.

