Mit der Vertragsverlängerung untermauerte die TSG Hoffenheim den Status von Wouter Burger. Der Niederländer steigt in der Hierarchie auf und kümmert sich speziell um die Neuen Mats Rots und Nathan De Cat.
Führungsrolle in Hoffenheim
Aus Hoffenheims Trainingslager in Seefeld (Österreich) berichtet Michael Pfeifer
Auffällig locker, gut gelaunt und voller Vorfreude auf die Saison – so präsentiert sich Wouter Burger dieser Tage im österreichischen Seefeld. Kein Wunder, denn mit der Vertragsverlängerung des Niederländers hat die TSG nicht nur den letzten wichtigen Pflock in der Kaderplanung eingeschlagen, sondern auch dessen Status und Bedeutung untermauert.
Der 25-Jährige will damit auch eine neue Etappe in seiner Karriere einläuten. Nach dem Abgang etwa von Grischa Prömel soll Burger sich als Führungskraft noch mehr etablieren. „Da müssen jetzt andere Spieler aufstehen und versuchen, die jungen und neuen Spieler mitzunehmen“, betont der neue Boss, „das will ich gerne tun und habe das auch schon letzte Saison gemacht. Das liegt ein bisschen in meiner Persönlichkeit.“
„Ich musste erst ins Ausland gehen, um mir einen Namen zu machen.“
Ein ganz besonderes Augenmerk wird Burger speziell auf zwei Neuzugänge legen: seinen Landsmann Mats Rots und dessen jungen belgischen Zimmergenossen Nathan De Cat. „Es fühlt sich so an, als wären sie meine zwei kleinen Brüder, weil wir alle drei holländisch reden können“, flachst Burger, „es ist einfach lustig, dass die beiden als Typen da sind, ich glaube sie passen auch perfekt in unsere Gruppe.“
Burger will die Talente bestmöglich unterstützen, um ihr Potenzial zu entfalten. „Sie müssen ihre Positionen in der Mannschaft finden, aber dass sie beide super spielen können, habe ich schon nach einem Training gesehen“, bestätigt Burger, „es geht hier alles viel schneller körperbetonter als in Holland. Ich weiß ja, wie die Leute dort über Fußball denken, eben alles spielerisch und elegant mit Ball zu lösen.“
Aber auch persönlich will der „große Bruder“ noch wachsen und womöglich auch den Schritt in die Nationalmannschaft seines Landes zu schaffen. „Ich bin jetzt 25, bei mir hat es ein bisschen länger gedauert als bei anderen, aber ich war immer in den Nationalteams bis zur U 21 und immer einer der besten Spieler Hollands“, reflektiert Burger, „ich musste erst ins Ausland gehen, um mir einen Namen zu machen. Ich hatte aber immer das Vertrauen in mich, dass ich es schaffe, wenn ich man auf mich setzt.“
Nun hat er auch die „Elftal“ im Visier: „Ich hoffe das natürlich. Aber das hängt auch wieder davon ab, wie wir uns mit der TSG präsentieren“, weiß Burger, „wenn wir wieder oben mitspielen, kann es sein, dass sie auch mal an mich denken, ich muss natürlich auch entsprechende Leistungen bringen um für die Nationalmannschaft infrage zu kommen.“

