Mit der Verpflichtung von Junioren-Nationaltorwart Tom Wisbereit als neuer Nummer 3 ist das Torhüter-Team beim FC Augsburg komplett. Eine Verbesserung auf dieser Position erhofft sich der Verein vor allem durch die Neuaufstellung bei den Trainern.
Die Konstellation nach Wisbereits Wechsel
Der 18-jährige Wisbereit kommt ablösefrei von Union Berlin, erhält einen Vertrag bis 2030 und löst beim FC Augsburg als Nummer 3 Daniel Klein ab, dessen Vertrag nicht verlängert worden war. Wisbereit wird mit den Profis trainieren, Spielpraxis im Regionalliga-Team bekommen und langsam an größere Aufgaben herangeführt werden. Zuletzt gehörte er auch zum EM-Aufgebot der deutschen U-19-Mannschaft, die im Finale gegen Spanien verlor (0:2).
Kurz- und mittelfristig ist diese Personalie eine Randnotiz beim FC Augsburg, dessen in Teilen neues Torwart-Team dennoch Spannung verspricht. Für ein Upgrade soll der Wechsel auf der Trainerposition sorgen, denn neben Klein musste auch Torwarttrainer Marco Langner nach zwei Jahren gehen, auch sein Vertrag wurde nicht verlängert. Ihn löst Michael Weirich (43) ab, zudem soll er Unterstützung von Philipp Tschauner (40) erhalten, der die Torhüterarbeit im NLZ koordinieren, aber auch bei den Profis mithelfen soll.
Ob Weirich und Tschauner einen Leistungssprung bei Finn Dahmen und Nediljko Labrovic herauskitzeln? Der 28-jährige Dahmen geht als unangefochtene Nummer 1 in seine vierte Saison beim FCA. Oder kommt doch noch ein für Klub und Spieler unwiderstehliches Angebot? Eher unwahrscheinlich mit Blick auf den Torhütermarkt, siehe Freiburgs Noah Atubolu. Dahmen ist ein gestandener Bundesligatorwart, beim FCA genau richtig aufgehoben. Allerdings läuft sein Vertrag nur noch bis 2027, weshalb diese Personalie Spannung verspricht. Verlängert er zum gegebenen Zeitpunkt? Droht ein ablösefreier Abgang?
Laufzeit von Labrovic ist ein Problem
Ein Problem ist eher die lange Vertragslaufzeit von Labrovic. Der 26-Jährige kam vor zwei Jahren und sollte dauerhaft die Nummer 1 werden, verlor diesen Status aber bereits nach einem halben Jahr und kam nie mehr an Dahmen vorbei. Den Kroaten scheint es nicht wirklich wegzuziehen, auch, weil er woanders kaum etwas besser Dotiertes finden würde. Sein Vertrag läuft noch bis 2029.
Dass der FCA prinzipiell an einer Lösung interessiert wäre, zeigt das Interesse an Daniel Batz aus dem Frühjahr. Der Ex-Mainzer wäre sicher nicht als Nummer 3 gekommen, entschied sich dann aber für Borussia Mönchengladbach. Sportlich ist der FCA für die kommende Saison auf der Torhüterposition so ordentlich aufgestellt, wie es seinem Standing als Mittelklasse-Klub der Bundesliga entspricht.

