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Arnold steht vor dem traurigsten Jubiläum seiner Karriere

Maximilian Arnold hat schon verschiedene Jubiläen in seiner Zeit beim VfL Wolfsburg erlebt, am Samstag könnte der Kapitän sein 400. Bundesligaspiel für seinen Klub absolvieren. Und das inmitten der größten Krise der Vereinsgeschichte.

Wolfsburger kann mit Weltmeister gleichziehen

Die Relegationsjahre mit dem VfL Wolfsburg, das hat Maximilian Arnold in der Vergangenheit immer wieder betont, seien die schlimmsten Erfahrungen seiner Karriere gewesen. Vor allem 2017, als seinem Klub erst gegen den niedersächsischen Rivalen Eintracht Braunschweig die Rettung gelang, blieb in ganz schlechter Erinnerung.

„Das war das Schlimmste für mich“, sagte der Kapitän später. „Plötzlich hat nichts mehr funktioniert, die einfachsten Dinge sind mir nicht mehr geglückt – das war für den Kopf brutal und mein größtes Tief, das ich hatte.“ Aktuell wäre die Relegation für den VfL sogar ein Erfolg, Wolfsburg steht vor dem Abstieg in die 2. Liga – und Arnold vor dem traurigsten Jubiläum seiner Karriere.

Sollte der 31-Jährige am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker) bei Union Berlin zum Einsatz kommen, dann trägt er zum 400. Mal in der Bundesliga das VfL-Trikot. Wolfsburger Rekordspieler ist er schon lange, im Bundesliga-Ranking würde er an diesem Spieltag zum Beispiel mit Weltmeister Thomas Häßler gleichziehen. Von den aktuellen Feldspielern der Liga wird Arnold nur von Freiburgs Matthias Ginter (408 Einsätze) getoppt. Bis zum Spitzenreiter Karl-Heinz Körbel (602 Spiele) ist es hingegen noch ein weiter Weg.

Arnold ging an die Grenze der Belastbarkeit – und darüber hinaus

Zwar hat Arnold erst im November seinen Vertrag beim VfL bis 2028 verlängert, doch spielt Wolfsburg in der kommenden Saison überhaupt noch erstklassig? Zu gerne würde der Kapitän den GAU in Form des ersten Abstiegs der Vereinsgeschichte verhindern, seit Monaten jedoch plagt sich der Sechser mit starken Leistenproblemen, ging in der Hinserie bereits an die Grenze der Belastbarkeit und teilweise schon darüber hinaus.

Unter dem neuen Trainer Dieter Hecking, unter dem Arnold einst 2015 als Stammspieler Vizemeister wurde und den DFB-Pokal gewann, kam er in vier Spielen bislang dreimal nur als Einwechselspieler zum Einsatz und machte auch dabei den Eindruck, nicht im Vollbesitz seiner Kräfte zu sein. „Max muss fit sein“, betont der Coach, der in den vergangenen Wochen auch im Training nicht immer auf seinen Spielführer setzen konnte. „Er kann nicht mit 80 Prozent Bundesliga spielen.“

Fünf Spiele sind es noch für den VfL Wolfsburg, um den Absturz in die Zweitklassigkeit zu verhindern. Fünf Spiele für Arnold, um den Tiefpunkt seiner Karriere abzuwenden. Dabei hatte der Kapitän gehofft, in den Relegationsjahren die härteste Zeit schon hinter sich gebracht zu haben.

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