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Agu bei Werder: Gefordert und gefördert

Der verletzungsanfällige Felix Agu soll in dieser Saison wieder konstant zum Faktor bei Werder werden – angesichts der Personallage wird er aktuell auch dringend gebraucht. Und auch im Mittelfeldzentrum wird es dünner.

Stalmach-Verletzung verschärft Lage

In der Dienstagseinheit beim SV Werder Bremen konnte Felix Agu noch nicht wieder mitmischen, er steuerte zum Trainingsstart einmal mehr die Belastung – wie schon beim Testspiel am vergangenen Samstag bei Zweitligist FC Energie Cottbus. Was also bedeutete, dass der Außenverteidiger beim 4:2-Sieg fehlte: Lediglich eine Vorsichtsmaßnahme, heißt es, nachdem der 26-Jährige zuvor eine leichte Reaktion auf die Trainingsbelastung in der Vorwoche gezeigt hatte.

Und bei Agu sind derlei Vorkehrungen ja durchaus angebracht: Immer wieder fiel der Profi mit der so athletischen Veranlagung in der Vergangenheit aus. Seit seinem Wechsel vom VfL Osnabrück im Jahr 2020 hat er insgesamt 101 Ligaspiele für Werder absolviert, das sind im Schnitt knapp 17 pro Saison. Auch im vergangenen Jahr kam Agu erst wegen einer Sprunggelenksverletzung in der Hinrunde sowie muskulärer Probleme in der Rückrunde lediglich auf elf Bundesliga-Einsätze.

Für den Werder-Profi geht es in dieser Saison einmal mehr darum, zur körperlichen Konstanz zu finden. Dass er dann auch den Leistungsanforderungen in der Bundesliga gerecht wird, hat er ja immer wieder unter Beweis gestellt – aber eben noch nicht über eine gesamte Saison hinweg.

Weiser braucht noch Zeit

Aktuell wird Agu in Bremen zumindest auch deshalb dringend gebraucht, weil Mitchell Weiser auf der Position als rechter Außenverteidiger respektive Schienenspieler nach seinem Kreuzbandriss noch Zeit benötigt – zum Saisonstart demnach noch nicht als Stammspieler infrage kommt.

Und auf den defensiven Außenbahnen ist Werder ohnehin noch dünn personell besetzt: Olivier Deman ist derzeit links gesetzt – eine Position, auf der Agu theoretisch ebenfalls spielen könnte, falls die Bremer wie geplant auf rechts noch auf dem Transfermarkt nachrüsten. Diese Flexibilität ist neben dem enormen Tempo ein weiterer Vorzug des 26-Jährigen.

Thioune über Agu: „Ich weiß, wie er funktioniert“

Das gehobene Standing von Agu ist also einerseits und insbesondere sportlich begründet, andererseits tut sicherlich auch der enge Draht zu Daniel Thioune sein Übriges.

Der Bremer Cheftrainer sagte zuletzt im Werder-Podcast über die gemeinsame Vergangenheit in Osnabrück: „Das größte Vertrauensverhältnis habe ich natürlich mit Felix Agu aufgebaut, weil ich ihn seit ewiger Zeit kenne. Ich glaube, mittlerweile ist es 14 Jahre her, dass er als U12-Spieler bei uns im Leistungszentrum war: Er ist total geerdet, ein ganz lieber Mensch, ein toller Fußballer, ein super Charakter – ich weiß, wie er funktioniert.“ Und so gezielt gefördert zu werden, kann da sicher nicht schaden.

Stalmach-Verletzung verschärft Lage

Zunehmend verschärft wird nun indes auch die Personallage im zentralen Mittelfeld: Nachdem Sechser Senne Lynen (Bauchmuskelprobleme) bereits seit etwa zwei Wochen ausfällt, hat sich auch dessen aktueller Backup Dariusz Stalmach in Cottbus verletzt: Aufgrund einer Schultereckgelenksverletzung fällt der Neuzugang „vorerst“ aus. Werder hatte ohnehin geplant, auf dieser Position noch mal auf dem Transfermarkt tätig zu werden – jetzt ist der Bedarf vorerst weiter erhöht.

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