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Regenwolken über dem Geißbockheim: Kommt es zum Sturm beim 1. FC Köln?

Der 1. FC Köln ist mit gemischten Gefühlen in die neue Saison gestartet. Ausgerechnet vor dem Rheinischen Duell mit Borussia Mönchengladbach steigt die Spannung am Geißbockheim immens.

Große Erwartung vor dem Duell mit Gladbach

Ohne das kritische Umfeld wäre der 1. FC Köln wohl nicht der emotionale Traditionsklub, der er ist. Es gehört zur Folklore rund um den ersten Meister der Bundesliga, dass nahezu kein Trainer je gut genug war und keine Mannschaft den Ansprüchen gerecht wurde – jedenfalls nicht in der jüngeren Vergangenheit. Die Tatsache, dass nach vier Spielen nun vier Punkte in der Statistik stehen, hängt daher wie eine unheilvolle Gewitterwolke über dem Geißbockheim.

Drei Gründe für die stete Unruhe

Inzwischen neigt sich der Spätsommer ohnehin dem Ende entgegen. Zwangsläufig stellt sich die Frage: Wird es ein goldener Jahresausklang? Oder eher ein stürmischer Herbst? Dass Anfang Oktober ausgerechnet das Duell mit dem ewigen Rheinischen Rivalen Borussia Mönchengladbach ansteht, wirkt da richtungweisend. Ein Sieg würde die angespannten Gemüter vorerst besänftigen. Und umgekehrt weiß ganz Fußball-Deutschland was im Rheinland losbricht, sollte der FC dieses Heimspiel verlieren.

Die permanenten Gegentore sind ein Grund für die Unruhe, geschlagene 19 Pflichtspiele in Folge kassierte Köln stets mindestens ein Tor. Die nervige Standard-Schwäche ist ein weiterer, denn in dieser Statistik rangiert der FC im ligaweiten Vergleich am Schluss – wie schon vergangene Saison. Und nun fallen auch noch beide Mittelstürmer aus. Im Testspiel gegen Drittligist Viktoria Köln (2:2) musste erst Thijs Dallinga mit einem Kreuzbandriss vom Rasen, dann auch Ragnar Ache mit einer Muskelverletzung. Spätestens da kamen manchem Kölner die dunklen Wolken über dem Geißbockheim ganz schön mächtig vor.

Den Ansätzen müssen Ergebnisse folgen

Viel Skepsis schlägt da Trainer René Wagner entgegen, der aus einer spät zusammengestellten Mannschaft eine Einheit formen muss. Dass in der langen Länderspielpause neun Nationalspieler unterwegs waren und jetzt noch im Sturm gepuzzelt werden muss, erleichtert seine Aufgabe nicht. Immerhin kehrt mit Said El Mala ein Neu-Nationalspieler zurück, die Engländer Mikey Moore und Reigan Heskey tankten bei den U-Teams ordentlich Selbstvertrauen. Gegen Gladbach müssen Wagner und Co. beweisen, dass die guten Ansätze in einigen Spielen zuvor kein Zufall waren.

Sowohl beim 1:1 gegen Bremen als auch zuletzt beim 1:2 gegen den Hamburger SV hatte der FC lange alles im Griff und stellte sich dann selbst ein Bein. Auch deshalb ist die Stimmung im Anhang eher getrübt.

Welch entscheidenden Charakter Rheinderbys haben können, musste nicht zuletzt Wagners Ex-Chef Lukas Kwasniok erfahren. Der 45-Jährige verlor vergangene Saison das erste Spiel gegen die Fohlen 1:3, erlebte dann ein halbes Jahr Ergebniskrise und wurde nach einem 3:3 in der Rückrunde von seinem damaligen Assistenten Wagner beerbt. Der will es nun besser machen – und die dunklen Wolken mit drei Punkten vertreiben.

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