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Nach unglücklichem Gegnerstoß von Amiri: Mainz vorerst ohne Kohr

Der 1. FSV Mainz 05 muss vorerst auf Dominik Kohr verzichten. Der Defensivmann hat sich beim 0:0 gegen den SC Paderborn verletzt und steht wohl mehrere Wochen nicht zur Verfügung.

Syndesmose verletzt – Fischer muss umbauen

Nur ein paar Zentimeter fehlten, und Dominik Kohr wäre beim Mainzer Saisonauftakt gegen Paderborn (0:0) zum gefeierten Helden, ja sogar zum Matchwinner geworden. Als der Routinier den freien Ball in der 75. Minute einfach mal halbvolley aufs Tor schoss, kam Paderborns Torhüter Nahuel Noll gerade noch dran und lenkte die Kugel über die Latte.

Kohr wurde damit in seinem 336. Bundesliga-Einsatz um sein zwölftes Saisontor gebracht. Was den 32-Jährigen aber erst mal nicht weiter interessieren dürfte, denn nur zwei Minuten später stand der Defensivrecke wieder im Fokus – diesmal aber auf ganz andere Weise. Der gebürtige Trierer musste nach einem unglücklichen Zusammenprall auf dem Rasen behandelt und schließlich ausgewechselt werden.

Was war passiert? Nadiem Amiri hatte seinen Gegenspieler Laurin Curda in den Rücken gestoßen und hatte damit dafür gesorgt, dass Paderborns Kapitän daraufhin unglücklich in Kohr gefallen war. Dieser verdrehte sich daraufhin das Bein und verletzte sich somit.

Das sogar schwerer, wie am Montagabend sein Klub via X-Mitteilung öffentlich machte: „Dominik Kohr hat sich im Heimspiel gegen den SC Paderborn am vergangenen Samstag das Syndesmoseband am rechten Knöchel verletzt. Die genaue Ausfallzeit richtet sich nach dem individuellen Heilungsverlauf.“ Einige Wochen dürften es mit Sicherheit sein.

Für ihn kam Abwehrhoffnung Kacper Potulski (19) ins Spiel. Den Rasen konnte der zweikampffreudige Kohr allerdings nicht alleine verlassen, er musste von zwei Betreuern gestützt werden. Schon kurz nach dem Spiel war eine wochenlange Pause im Raum gestanden – diese Befürchtung bestätigte sich nun.

Wie sieht die FSV-Abwehr in nächster Zeit aus?

Für Cheftrainer Urs Fischer bedeutet Kohrs Ausfall nicht nur den Verlust eines erfahrenen Profis – immerhin ist der seit 2021 für die Rheinhessen auflaufende Kohr (ehemals Augsburg, Leverkusen, Frankfurt) eine feste Größe mit massivem Erfahrungsschaftz.

Auch die eigentlich schon festgezurrte Besetzung der Dreierkette ist damit wieder offen. Gut möglich, dass neben Perspektivmann Potulski Sommerneuzugang Fabio Gruber mehr Einsatzzeit bekommt. Der vom 1. FC Nürnberg verpflichtete und in Mainz geschätzte Verteidiger stand zwar gegen den Aufsteiger aus Paderborn in der Startformation, profitierte dabei aber noch vom Rückstand von WM-Fahrer Stefan Posch, der eigentlich zentral gesetzt ist.

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