Zum zweiten Mal in Folge brach Jamal Musiala auf dem Platz zusammen. Die Sorgen an der Säbener Straße dürften größer werden.
Nationalspieler spielte nur sechs Minuten
Am Samstag hatte Jamal Musiala den Bayern einen großen Schreck verpasst. Wenige Augenblicke nachdem er das 3:1 für die Bayern gegen Leipzig erzielt hatte, sackte der Mittelfeldspieler in der 83. Minute mitten auf dem Platz plötzlich zusammen. Nach einer Behandlungspause und ein wenig Hektik verließ der Nationalspieler den Platz – benommen und ein wenig durch den Wind – auf den eigenen Beinen. „Das Wichtigste ist, es geht ihm gut“, sagte anschließend Sportvorstand Max Eberl nach dem Schwindelanfall.
Nun aber geschah es wieder. Am Dienstag brach der 23-Jährige im Testspiel gegen Heidenheim erneut zusammen. Wie schon gegen Leipzig wirkte er benommen, leicht abwesend und hatte eine ungewöhnliche Körperhaltung. Mitspieler eilten sofort zu Hilfe, ehe das medizinische Personal hinzueilte und der Spieler behandelt wurde (67. Minute). Nach kurzer Pause folgte abermals die Entwarnung, Musiala stand wieder auf und konnte den Platz eigenständig verlassen – der Offensivspieler war erst sechs Minuten zuvor für Ismael Saibari eingewechselt worden.
Trainer Vincent Kompany brachte an seiner Stelle den 17-jährigen Cassiano Kiala. Die Münchner gewannen das Spiel anschließend mit 4:2. Felipe Chavez (25), Arijon Ibrahimovic per Foulelfmeter (47.), Luis Diaz (78.) und Nathaniel Brown (83.) trafen für den Rekordmeister, Yannik Wagner (5.) und Julian Niehues (44.) für den Bundesliga-Absteiger.
Musiala war erst kürzlich ins Teamtraining eingestiegen, nachdem der Großteil des Kaders von der Asien-Reise zurückgekehrt war. Er hatte sich im Anschluss an das deutsche WM-Aus eine Platte aus dem linken Fuß entfernen lassen, die dort nach seiner schweren Verletzung bei der Klub-WM im Juli 2025 zur Stabilisierung eingesetzt worden war. Während der zwei Trainingslager am Tegernsee sowie in Jeju und Hongkong hatte er individuell an der Säbener Straße gearbeitet.
Nach dem Spiel äußerte sich auch Eberl – und kündigte an, dass sich Musiala kürzlich äußern werde. Ansonsten wich er den Fragen zu dem Thema aus, betonte jedoch, dass die Münchner informiert seien. „Wir wissen Bescheid.“

