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„Nennenswerte Ablöse“: HSV lässt Baldé nach Straßburg ziehen

Der Wechsel von HSV-Eigengewächs Fabio Baldé zu Racing Straßburg ist offiziell. Der HSV freut sich über einen „identitätsstiftenden“ Prozess – und eine Millionensumme.

Costa berichtet von „emotionalem Moment“

Bereits am Mittwoch hatte es Berichte über den nahenden Abgang von Fabio Baldé gegeben, am Freitag meldete der Hamburger SV dann Vollzug: Das Eigengewächs wechselt mit sofortiger Wirkung zum französischen Erstligisiten Racing Straßburg und hat dort einen Vertrag bis 2031 unterschrieben. Dem Vernehmen nach bringt der Verkauf des 21-jährigen Flügelspielers dem HSV eine stattliche Ablösesumme ein, im Raum stehen bis zu sieben Millionen Euro.

HSV-Sportvorständin Kathleen Krüger spricht in der Vereinsmitteilung von einer „tollen Story“, die „gerne erst der Anfang mit Blick auf die nächsten Jahre sein“ darf. „Wir müssen unsere Nachwuchsspieler kontinuierlich weiterentwickeln, um identitätsstiftend eigene Talente im Volkspark spielen zu sehen, zu stärken oder bei Abgängen, wie jetzt bei Fabio, nennenswerte Ablösen zu generieren.“

Der gebürtige Hamburger Baldé, der im Alter von 14 Jahren in den HSV-Nachwuchs gewechselt war, kam in der vergangenen Bundesliga-Saison vorwiegend als Joker zum Zug, nur drei seiner 16 Saisonspiele absolvierte er von Beginn an. In der Vorbereitung auf die neue Saison bestritt er kein einziges Testspiel, lieferte sich im zweiten Trainingslager im österreichischen Längenfeld einen Disput mit Nicolas Capaldo und Yussuf Poulsen, die dessen Ernsthaftigkeit im Rückwärtsgang eingefordert hatten – die letzte Episode von Baldés HSV-Zeit, wie sich jetzt zeigt.

„Emotionaler Moment“ zwischen Costa und Baldé

Nun sei der portugiesiche U-21-Nationalspieler „mit dem Wunsch auf uns zugekommen, sein gewohntes Umfeld zu verlassen, um sportlich den nächsten Schritt zu gehen“, erklärt HSV-Sportdirektor Claus Costa. „Als Toptalent aus unserem eigenen Nachwuchsleistungszentrum, das den Sprung in den Profifußball geschafft hat, wollten wir ihm – unter gewissen Voraussetzungen – diese Chance nicht verwehren. Fabio war noch einmal persönlich bei mir, hat sich für die Freigabe, aber auch die vielen gemeinsamen Jahre bedankt. Das spricht für ihn und war ein durchaus emotionaler Moment für uns beide.“

„Als Hamburger Jung ist es dein großer Traum, irgendwann einmal im Volksparkstadion und für den HSV spielen zu dürfen“, sagt Baldé selbst. „Ich bin dankbar und stolz, dass ich mir diesen Traum erfüllen konnte.“ Nun freue er sich „riesig auf die neue Herausforderung“.

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