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Üppiges Paket: Leipzig leiht Gruda erneut aus – samt Kaufpflicht

RB Leipzig hat erwartungsgemäß Brajan Gruda (22) für eine weitere Saison von Brighton & Hove Albion ausgeliehen. Diesmal enthält das üppige Paket aber auch eine Kaufpflicht, deren Hürden leicht zu erreichen sind.

Mainz würde bei Festverpflichtung mitverdienen

Eine Überraschung ist es nicht mehr, am Montagnachmittag brachte RB Leipzig den erneuten Leihdeal mit Brajan Gruda aber offiziell unter Dach und Fach. Der ehemalige deutsche U-21-Nationalspieler, der direkt beim Trainingsauftakt auf dem Platz stand, spielt auch in der kommenden Saison im Trikot der Sachsen – und soll das anschließend noch möglichst lange tragen.

Der Leihvertrag enthält nämlich eine Kaufpflicht, die an eine bestimmte Zahl von Einsätzen geknüpft ist. Diese Hürde ist derart niedrig, dass Gruda sie im Normalfall recht locker, aber nicht zügig erreichen wird, weil sie über beide Halbserien verteilt ist. Nach kicker-Informationen liegt das Gesamtpaket aus Leihe und der Ablösesumme mit Boni, das Leipzig für Gruda (noch Vertrag bis 2028 in der Premier League) geschnürt hat, bei knapp 30 Millionen Euro. Eine stolze Summe, die RB aber nach den Vorträgen der Vorsaison bereit zu zahlen ist.

„Wir freuen uns sehr, dass Brajan auch in der kommenden Saison für RB Leipzig auflaufen wird“, sagt Geschäftsführer Sport Marcel Schäfer in einem ersten Statement: „Er hat in seinen ersten Monaten bei uns gezeigt, welche Qualitäten er mitbringt und wie gut sein Profil zu unserem Spiel passt. Brajan ist technisch stark, kreativ, verfügt über ein hohes Tempo und bereichert unsere Offensive mit seinen Fähigkeiten im letzten Drittel.“

Im Sommer 2024 hatte Brighton & Hove Albion eine Sockelablöse von 31,5 Millionen Euro investiert, um Gruda aus der Bundesliga und vom 1. FSV Mainz 05 loszueisen. Spannend dabei, dass die Rheinhessen bei einem Weiterverkauf – in jenem wahrscheinlichen Fall nach Leipzig – partizipieren würden. In welcher Höhe ist nicht überliefert.

Gruda kam seit seinem Wechsel 2024 in eineinhalb Jahren für die Seagulls – auch aufgrund von Verletzungen – „nur“ zu 39 Pflichtspiel-Einsätzen, in denen ihm unter dem deutschen Trainer Fabian Hürzeler zwei Tore gelangen. In der Rückrunde der Saison 2025/26 kamen insgesamt 14 Spiele im Leipziger Trikot zusammen.

Baut auch Demichelis auf Gruda?

In der Bundesliga, in der ihm drei Tore und drei Assists gelangen (kicker-Notenschnitt 3,41), stach sicherlich sein Auftritt beim 5:0-Kantersieg gegen die TSG Hoffenheim heraus: Mit zwei Treffern sowie einer Vorlage verdiente sich Gruda die kicker-Note 1,5 und schaffte es damit erstmals bei RB in die kicker-Elf des Spieltags.

„Ich wollte den Wechsel schon im vergangenen Winter unbedingt.“ (Brajan Gruda)

Zu solchen Höchstleistungen will ihn auch der neue Leipziger Trainer bringen. Im Sommer hatte sich RB überraschend von Ole Werner getrennt, der Gruda das Vertrauen schenkte, und Martin Demichelis als neuen Coach installiert. Sein erstes Pflichtspiel im zweiten Leihjahr könnte Gruda schon am 22. August absolvieren. Dann gastiert RB ab 18 Uhr in der ersten DFB-Pokalrunde bei Regionalligist Eintracht Trier.

„Für mich war schnell klar, dass ich gerne bei RB Leipzig bleiben möchte“, gibt Gruda offen zu: „Ich wollte den Wechsel schon im vergangenen Winter unbedingt – und meine Erwartungen haben sich in den ersten Monaten absolut erfüllt. Der Spielstil passt sehr gut zu mir, ich fühle mich in der Mannschaft und im gesamten Klub total wohl.“

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