Für den SC Freiburg stehen die entscheidenden Spiele im Saisonfinale an. Parallel läuft die Personalplanung, bei der ein alter Bekannter in den Fokus rücken könnte: Yannik Engelhardt.
Personalplanungen im Breisgau
Der volle Fokus gilt zunächst natürlich dem Halbfinal-Rückspiel in der Europa League. Für den SC Freiburg gilt es, den 1:2-Rückstand aus dem ersten Duell mit Sporting Braga wettzumachen, um den großen Traum vom Finale in Istanbul wahrwerden zu lassen. Danach wartet aber drei Tage später gleich die nächste wichtige Partie. Wenn Frankfurt am Freitag in Dortmund verlieren sollte, kann der SC mit einem Sieg beim Hamburger SV Ligaplatz 7 sichern – und damit die garantierte, erneute Teilnahme am Europacup in der nächsten Saison.
In beiden Partien wird es wieder einmal auch wesentlich aufs zentrale Mittelfeld ankommen. In diesen Bereich leistet neben dem Feldspieler-Dauerbrenner Maximilian Eggestein, der nur eine Europa-League-Partie rotgesperrt verpasste, auch Johan Manzambi Überstunden. Der Shootingstar, der auch offensiv flexibel eingesetzt werden kann und im Schweizer Nationalteam dort auch regelmäßig spielt, ist beim SC zuletzt vor allem deshalb weiter hinten gebunden, weil der dynamische und laufstarke Patrick Osterhage Ende März aufgrund einer Knie-OP das vorzeitige Saisonaus ereilt hat.
Deshalb bleibt für die Rolle neben Eggestein nur noch Nicolas Höfler als etatmäßiger Sechser im Kader. Der 36-Jährige hat einen großen Anteil an der erfolgreichen Entwicklung des Vereins in den letzten elf Jahren und steht mit 379 Pflichtspielen auf Rang drei des SC-Rekordspieler-Rankings, hat seine sportlich besten Zeiten aber hinter sich. Neben 14 Einwechslungen kommt er diese Saison nur auf einen Startelfeinsatz beim 0:4-Dortmund. Vor allem auch, weil mit ihm und Eggestein ein großes Tempodefizit in der Zentrale entsteht. Es ist davon auszugehen, dass Höflers auslaufender Vertrag nicht verlängert wird.
Manzambi könnte zum Freiburger Rekordverkauf werden
Freiburg hat im Sommer also mindestens eine zentrale Planstelle zu vergeben. Eher sogar zwei, weil Manzambi, gerade bei einer erfolgreichen WM, der neue Rekordverkauf im Bereich von 30 bis 60 Millionen Euro Ablöse werden könnte. Bei der Zugangssuche haben die SC-Sportchefs auch einen alten Bekannten fest im Blick.
Yannik Engelhardt absolvierte nach seiner Ausbilung bei Werder Bremen von 2021 bis 2023 54 Drittliga-Spiele für die Freiburger U 23 und wechselte dann zu Zweitligist Düsseldorf. Da der SC 2024 bei den satten acht Millioen Euro Ablöse, die Serie-A-Klub Como an Düsseldorf zahlte, nicht mitgehen wollte, verfiel das Rückaufsrecht. Jetzt könnte es aber einen neuen Anlauf beim von Como an Gladbach (31 Pflichtspiele, zwei Tore in 2025/26) verliehenen Engelhardt geben.
Mit Rückholaktionen hat der SC gute Erfahrungen gemacht
Ein Jahr vor Vertragsende in Italien soll sich eine fällige Ablöse im Bereich von 4,5 bis 5 Millionen Euro bewegen. Ein Betrag, der für die finanziell bestens aufgetsellten Freiburger grundsätzlich kein Problem darstellt. Die Spielerseite soll eine Rückkehr zum SC nach kicker-Informationen als sehr gute Option betrachten. Diese Angelegenheit dürfte aber noch etwas dauern, da Como zwar einen Transfer anstrebt, dafür ja aber noch maximal bis Ende August Zeit hätte.
Mit Rückholaktionen hat der SC jüngst gute Erfahrungen gemacht: Philipp Treu hat sich nach zwei Jahren bei St. Pauli diese Saison zur Stammkraft entwickelt. Berkay Yilmaz, zuletzt zwei Jahre an Nürnberg verliehen, soll einen ähnlichen Weg gehen.

