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„Heute hat bei Mainz Phillip Tietz den Unterschied gemacht“

Mainz ist am Ziel und hat zwei Spieltage vor Schluss den Klassenerhalt in der Tasche. Die 05er haben den 2:1-Sieg am Millerntor einem Mann zu verdanken – der geglückte Klassenerhalt geht wiederum auf das Konto vieler.

Fischer: „Ich bin nicht gerade der Party-Löwe“

Die Analyse nach dem Abpfiff in Hamburg fiel nicht allzu schwer, die 1:2-Niederlage des FC St. Pauli war verdient, das gab auch Innenverteidiger Hauke Wahl bei DAZN zu – und er lobte dabei insbesondere einen Mainzer: „Man muss einfach sagen, heute hat bei Mainz Phillip Tietz den Unterschied gemacht. Er hat jeden Ball festgemacht, wir haben keine Lösungen gefunden, das zu verhindern. Es wurde erst besser, als er müde war.“

Tietz, der im Januar vom FC Augsburg zu den Rheinhessen gekommen war, war in der Tat so etwas wie der Dreh- und Angelpunkt im Mainzer Spiel, machte immer wieder die Bälle gut fest und verteilte diese dann auch. Darüber hinaus traf der 28-Jährige zum frühen 1:0 in der sechsten Minute und war zudem auch der Ausgangspunkt des 2:0, als er sich gegen Karol Mets behauptete und den Ball zu Silvan Widmer weiterleitete. Der fand schließlich Phillipp Mwene.

Tietz gestand aber, dass er nach seiner Auswechslung in der 84. Minute ganz schön gebangt hatte, schließlich hatten die bis dato harmlosen Kiezkicker genau in dieser Phase noch einmal die Brechstange ausgepackt und ordentlich Druck entfaltet. „Die restlichen Minuten, die ich auf der Bank war, habe ich nur die Daumen gedrückt und einfach gehofft, dass es so schnell wie möglich über die Bühne geht“, sagte Tietz: „Man hat schon gesehen, dass St. Pauli echt am Drücker war.“

Am Ende aber reichte es zum Sieg – und damit auch zum Klassenerhalt. Für Tietz stand das ohnehin nie infrage. „Ich war mir sicher, dass Mainz 05 nicht absteigen wird. Und das hat sich bewahrheitet. Wir haben eine superschöne Rückrunde gespielt. Heute feiern wir schön, das haben wir uns verdient.“

Mwene erleichtert und voll des Lobes

Mwene, Torschütze des 2:0, zeigte sich ebenfalls erleichtert. „Es war eine schwierige Saison für uns, deswegen können wir sehr froh sein“, sagte der Österreicher und ließ das Spiel vor seinem inneren Auge ein wenig Revue passieren. „Man hat am Anfang die Anspannung auf beiden Seiten gemerkt, es war ein brutal wichtiges Spiel für uns und für St. Pauli. Ich denke, dass sie vor allem in der zweiten Halbzeit nochmal alles reingehauen haben. Wir haben aber gut dagegengehalten, eine erwachsene Leistung gebracht und verdient gewonnen.“

Der 32-Jährige lobte zudem noch Trainer Urs Fischer, der viel geleistet hat. „Er hat uns wieder Selbstvertrauen eingehaucht, er hat sehr detailliert gearbeitet, geschaut, wo wir Schwächen haben, wo wir viele Fehler gemacht haben und versucht, das für uns zu vereinfachen“, sagte Mwene und stellte fest: „Er hat uns auf jeden Gegner sehr gut vorbereitet und ich denke, dass er großen Anteil am Klassenerhalt hat.“

„Ich bin nicht gerade der Party-Löwe und auch nicht mehr der Jüngste.“ (Urs Fischer)

Und Fischer? Der wirkte auch sehr zufrieden mit sich und der Welt, beim Feiern dürfte sich der Schweizer dann aber zurückhalten. „Ich bin nicht gerade der Party-Löwe und auch nicht mehr der Jüngste“, sagte der 60-Jährige und lobte viel lieber das Team als Ganzes. „Es braucht viele Hände, um so zurückzukommen“, sagte er mit Blick auf die Ausgangslage der 05er, die bei seinem Amtsantritt nach dem 13. Spieltag mit gerade mal sechs Punkten auf der Habenseite fast schon wie ein sicherer Absteiger ausgesehen hatten.

Am Ende wurde aber das Ruder herumgerissen, auch weil persönliche Befindlichkeiten zurückgestellt wurden, wie Fischer erklärte. „Wir haben zu Beginn gesagt, dass wir in diesen vier, fünf Monaten keinen Platz für Eitelkeiten haben. Die Jungs haben es top gemacht – und sich immer wieder für gute Leistungen belohnt. Am Ende war es Teamwork. Ich freue mich einfach.“

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