Max Eberl hat in Nicolas Jackson den nächsten Bayern-Abgang bestätigt – und Interessenten an Michael Olise eine klare Ansage gemacht.
Sportvorstand über mehrere Bayern-Personalien
Für Max Eberl war der spektakuläre 4:3-Sieg beim 1. FSV Mainz 05 dann doch noch die perfekte Generalprobe für das Champions-League-Gipfeltreffen bei Paris Saint-Germain am Dienstag (21 Uhr, LIVE! bei kicker). „Wir haben es gedreht – wir wissen, wir können auch das, und deswegen ist es ein sehr guter Push“, erklärte der Sportvorstand des FC Bayern am Samstagabend im ZDF-Sportstudio und lobte vor allem den „Spirit“ der Mannschaft.
„Du liegst aussichtslos hinten, du weißt, am Dienstag ist ein großes Spiel in Paris vor der Brust – aber das ist dann egal, es gilt hier dieses Spiel in Mainz. Du liegst hinten, das willst du dir nicht gefallen lassen. Der Trainer findet die richtigen Worte und die Mannschaft reagiert“, umschrieb Eberl das bemerkenswerte Comeback nach 0:3-Rückstand. „Das ist ein schönes Spiegelbild dessen gewesen, was wir in den letzten Monaten geschaffen haben.“
Im Hintergrund arbeitet Eberl längst am Kader für die neue Saison, zu dem drei Spieler nicht mehr gehören werden. Neben Leon Goretzka und Raphael Guerreiro, deren Verträge nicht verlängert werden, wird auch Nicolas Jackson die Bayern nach einem Jahr wieder verlassen. Was längst im Raum stand, bestätigte Eberl am Samstag gewissermaßen offiziell.
„Wir müssen dessen Option nicht ziehen, weil er die Spiele nicht erreicht“, gleichzeitig laufe es darauf hinaus, „dass wir die Option nicht ziehen werden“. Diese beläuft sich auf 65 Millionen Euro. Schon im September hatte Ehrenpräsident Uli Hoeneß ausgeplaudert, dass Jackson für eine feste Verpflichtung 40 Spiele von Beginn an machen müsse. Der Harry-Kane-Backup unterstrich zwar seinen Wert in den vergangenen Wochen mit einer ordentlichen Quote, fällt aber fußballerisch gegenüber den Offensivkollegen etwas ab.
Olise-Verkauf? „Nicht eine Sekunde des Nachdenkens“
Darunter Michael Olise, den die Bayern laut Eberl unter keinen Umständen abgeben werden. Die Frage, ob der Flügelstürmer definitiv bleiben werde, beantwortete der Sportvorstand mit einem „Absolut“. Und seine Antwort darauf, ob dabei egal sei, was andere Klubs bieten: „Ja“. „Es gibt bei uns nicht eine Sekunde des Nachdenkens über irgendwas.“
Weiterhin offen ist dagegen, ob Manuel Neuer seinen auslaufenden Vertrag noch einmal verlängert. Eine Einigung hatten die Bayern am Freitag dementiert, die Tendenz geht dennoch in diese Richtung. Manu spielt eine herausragende Saison und ist eine Legende des FC Bayern. Natürlich werden wir uns in aller Ruhe mit ihm hinsetzen. Wir hatten schon einige Reisen und haben noch einige, bei denen man gut mal bei einem Espresso oder Kaffee zusammensitzen kann“, so Eberl. „Wenn Manu so spielt, wie er spielt, und sich bereit fühlt, das noch mal zu tun, dann wüsste ich nicht, was im Weg steht, dass er noch ein Jahr dranhängt.“

